Donnerstag, 26. März 2009

Anika ständig unterwegs - wie immer - und es ist super!

Wie schnell die Tage hier vergehen - die Hälfte meiner Zeit in Philadelphia ist schon fast wieder um! Aber ich bin auch super ausgeplant - es macht total viel Spaß!

Es ist voll toll, wieder an der Ostküste der USA zu sein! So sehr ich Arizona mag, und die Häuser und alles dort wunderschön finde - die Ostküste symbolisiert für mich das alte, ursprüngliche, "richtige" Amerika. Auch wenn ich hier 2 Stunden von Maryland weg bin, erinnert doch alles sehr daran. Die Vegetation, die Häuser, die Grundstücke... es ist doch alles sehr ähnlich.
Macht auch Sinn! Sowohl Maryland als auch Pennsylvania gehörten zu den 13 Kolonien, die sich 1776 von England unabhängig erklärt haben, und 1787 die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet haben. Und bereits lang davor haben sich hier die Settler niedergelassen. Wenn auch jung für europäische Verhältnisse, kann man die Ostküste als das "alte Amerika" sehen. Erst im 19. Jahrhundert begann die Westausdehnung. Man muss sich vor Augen halten, dass selbst Californien eher (von den weißen Amerikanern) besiedelt wurde als Arizona - der Goldrausch führte dazu. Aber auch das ist logisch - wer will schon mitten in der Wüste wohnen? Phoenix wurde erst Ende des 19. Jahrhundert gegründet, und erst 1912 wurde Arizona Bundesstaat der USA (vorher Mexiko) - als 48. Staat, nur noch gefolgt von Alaska und Hawaii. Dass also dort alles anders und vor allem neuer ist, ist logisch. Und dort hat man Platz! Die Highways dort sind mindestens 4-spurig (in eine Richtung, also 8 insgesamt), während an der Ostküste viele nur 2 Spuren in jede Richtung haben.
Sorry für diesen kurzen Ausflug in die Geschichte - aber mir ist das in den letzten Tagen extrem bewusst geworden. Klar kannte ich die Geschichte davor, und war schon an der Ostküste sowie in Arizona - aber erst jetzt hab ich so richtig darüber nachgedacht.

Ich finde die Gegend hier voll schön! Mann kann sie ein wenig mit dem Vogtland vergleichen. Sehr hügelig, Wälder, Felder, viel Grün. Allerdings mehr Laubbäume (wunderschön im Frühling und Herbst) - nur das Wetter gefällt mir hier besser: Im Winter Schnee, aber im Sommer wird's auch wirklich warm, und hält an. Ostseitenwetter ist super!

Hier sind ein paar Bilder (allerdings keine Landschaft) aus der Gegend:

Ok, nun etwas zu meinen letzen Tagen. Am Montag Nachmittag/Abend bin ich mit Judy zu Grandmom und Grandad gefahren, sie wohnen etwa 30 Minuten weg. Es gab Abendessen bei ihnen, und dann ist Judy wieder heim. Ich bin für 2 Nächte bei ihnen geblieben.

Ich liebe es in ihrem Haus zu sein. Und am liebsten würde ich eine Zeitreise unternehmen, und das Leben dort vor 30-40 Jahren sehen. Dann würden in dem tollen Haus mit 7 Schlafzimmern und einem tollen großen Wohnzimmer+Esszimmer mindestens 6 Kinder rumtoben (ingesamt haben sie 8 Kinder, aber die waren nie alle zur gleichen Zeit daheim), jeder hat eine tolle Zeit, und ich würde die Großeltern jung sehen - etwas, was ich mir schwer vorstellen kann ;) Sie leben seit 1962 in diesem Haus, und abgesehen von den mindestens 50 Fotos, die überall rumstehen, erzählt irgendwie jeder Raum irgendwelche Geschichten. Voll toll! :)

Am Dienstag Vormittag bin ich mit Grandmom und Grandad und (Großtante) "Memar" nach Philadelphia reingefahren. Hier muss ich nochmal kurz in die Geschichte ausweichen: Philly war die erste wichtige Stadt (ich glaube sogar Hauptstadt) der USA; hier wurde die Unabhängigkeitserklärung geschrieben und die Verfassung ausgehandelt und verfasst sowie unterschrieben. Das alles geschah in der "Independence Hall" - hier zu sehen mit der "Liberty Bell", die zu diesen Feierlichkeiten geläutet wurde.

Neben diesen historischen Gebäuden, die ich vor 4 Jahren schonmal besichtigt habe, wurde vor ein paar Jahren das "National Constitution Center" gebaut - ein Museum über die amerikanische Geschichte, oder besser, die Geschichte der USA (seit Staatsgründung).

Dieses Museum haben wir besucht. Und es war super! Total modern, interaktiv, sehr interessant gemacht - sowohl die Aufmachung des Museums als auch der "Inhalt" haben mich total fasziniert - ich hätte Stunden dort bleiben können! ;) Aber ich wollte die anderen nicht zu lange aufhalten, so waren es nur 2.
Danach haben wir uns mit Andy und Chrissie zum Mittag getroffen, das war toll. Als wir wieder zu Hause waren, habe ich die Sonne und die Zeit genutzt, um ein bissl in der Gegend rumzulaufen - mir gefällt das alles total! Außerdem musste das viele Essen abgelaufen werden - denn abends ging es schon wieder in ein Restaurant! Den Abend haben wir 3 gemütlich im Wohnzimmer verbracht - und jeder hat sein Buch gelesen. Ich finde das wunderschön, überhaupt nicht ungesellig, wie man denken könnte. Auch etwas, was ich total toll finde an der Penrose-Familie!
Heute Vormittag war relaxen angesagt, und Mittag wurde ich zu Carolyn gebracht, einer der vielen Tanten. Sie wohnen in einer wunderschönen Gegend in Delaware.
Sie wohnen in einem total schönen, "kleinen" (für amerikanische Verhältnisse) Haus auf dem Grundstück von Carolyns Schwiegereltern.
Zusammen mit Charlie (2), Matthew (8) und Katie (10) haben wir einen tollen Nachmittag verbracht. Unter anderem sind wir zu einem tollen Park mit einem klasse Blumen-/Orchideenhaus gefahren - oh Mutti, das wär was für dich gewesen! Und selbst ich fand es super! ;-)

Zum Abendbrot kam dann noch meine "Lieblingstante" Laurie vorbei, die am Sonntag leider nicht mit da war, sowie Judy, die mich danach wieder mit zu ihr genommen hat.
Morgen hat ihr Mann Ned Geburtstag und muss nicht auf Arbeit, da machen wir 2 uns einen schönen Tag. Und am Freitag Abend geht es nach Avalon, an den Atlantik! Ich freu mich so drauf! (Genau wie damals, jedes mal wenn wir hingefahren sind. Oh Mann... manchmal bin ich schon bissl neidisch auf die Familie... aber ich kann ja wenigstens manchmal ein Teil davon sein, und das ist einfach was super tolles!)

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