Samstag, 27. Februar 2010

Viele letzte Male...

SOOOO schnell waren sie rum, die 6 Monate in Südfrankreich!
Die letzte Woche hab ich nochmal intensiv genutzt, und auch für das Wochenende stehen noch viele Sachen an!

Diese Woche gab es unter anderem einen gemütlichen Soirée bei mir, einen Kochabend mit Essen aus Mauritius bei Yan, einen "Matinée" früh um 4 bei Jirka, um die Tschechische Eishockeymannschaft gegen Finnland spielen zu sehen (leider funktionierte die Internetverbindung dann doch nicht) und Freitag Abend/Nacht/Morgen Party :-)

Auch meine vier Wochen Praktikum hab ich diese Woche abgeschlossen und wurde sehr lieb verabschiedet: am Do gingen wir alle zusammen Mittagessen, außerdem hab ich ein tolles Buch über den Canigou bekommen, französische Süßigkeiten etc... es kam so richtig Abschiedsstimmung auf! :-/

Am Freitag Nachmittag nach der Arbeit hat mich meine Kollegin Catherine noch auf eine kleine Erkundungstour in der Nähe von Prades genommen.
Zunächst ging es zum Kloster St. Michel de Cuxa.
Leider hatte es schon geschlossen. Da Catherine jedoch den Prior kannte, hat er uns wenigstens in den Innenhof gelassen, wo die für dieses Kloster typischen Säulen aus rosa Marmor stehen. Das alles am Fuße des Canigou, sehr beeindruckend!
Frühling!
Diese Woche ist übrigens auch der Frühling eingezogen! An manchen Tagen war es schön sonnig und bis zu 15 Grad warm - echt toll! Jetzt, wo ich fort muss...

Anschließend fuhren wir in den kleinen Ort Eus (catalanische Aussprache: E-ois), der sich malerisch an einen Hügel schmiegt und der mich schon seit meinem allerersten Ausflug in die Berge gereizt hat.
Dort sind wir bissl durch die engen Gassen geschlendet und hatten einen tollen Blick über Prades, das Têt-Tal und meinen Lieblingsberg :-)
Zwar wurde die Kirche gerade geschlossen, aber der gutmütige ältere Mann hat uns dann doch noch sehr bereitwillig eine kurze Führung gegeben in einem Mix aus Französisch und Deutsch, weil er mal eine gewisse Zeit am Bodensee gelebt hat. Ich hab ihn besser verstanden als Catherine :-) Das war die zweite Erfahrung dieser Art an diesem Tag... was nicht jeder Touri erlebt!
Von Eus aus haben wir den Sonnenuntergang hinter den Bergen sehen können und waren auf dem Heimweg noch schön zusammen essen. Ein toller Abschluss!
Olivenbäume, Agaven und der Canigou


Heute (Samstag) ging es dann zum letzten Mal an den Strand, ans Meer... Und noch dazu haben wir den Sonnenaufgang beobachtet, was wir schon seit 3 Monaten vorhatten!
Da gestern Abend Party angesagt war, dachten wir, können wir auch gleich durchmachen. Mit noch warmen Croissants frisch vom Bäcker ging's halb 7 mit dem Bus nach Canet. Die Sonne haben wir dann leider nicht so richtig gesehen, aber die Wolken wurden in den tollsten Rot- und Rosatönen angeschienen. Dazu das Geräusch der Wellen, Sand unter den Füßen.... traumhaft!
Und um die etwas andere Erfahrung perfekt zu machen, haben Luise und ich uns dann noch in die kalten Fluten gestürzt!
Letztes Mal baden am 27. Februar :-) Die Jungs konnten wir davon nicht überzeugen, sie standen lieber draußen, haben gefroren und uns für verrückt erklärt. (Wo sie Recht haben... *g*)
Danach ging es wieder nach Perpi und erstmals ins Bett.

Mal schauen was heute Abend ansteht, morgen dann ein letztes Mal Markt, anfangen zu packen, kleiner Abschieds-Soirée bei mir, am Mo fertigpacken... und 21:30 geht's dann fort aus Perpignan.

Aber hoffentlich nur verübergehend, der Plan ist, im September wieder zu kommen! :-)

Dienstag, 23. Februar 2010

* Leben in Frankreich

Hab ich schon mal geschrieben, dass ich doch ein paar Fortschritte gemacht habe mit meinem Französisch? Ich hätte es vorher nie gedacht, aber es ist tatsächlich passiert! :) Natürlich ist es noch immer nicht sonderlich gut, ich mach viele Fehler und verstehe auch manchmal nicht viel, aber ich kann mich einigermaßen fließend ausdrücken. Und es ist Welten besser als am Anfang!
Interessant ist, dass es mir etwa ab Dezember viel leichter gefallen ist, mir neue Wörter zu merken und ich sie nicht 5 mal nachschlagen musste. Außerdem hab ich grad eine Phase, in der es mir ganz viel Spaß macht, sämtliche Wörter, die ich nicht kenne, nach zu gucken. Und in letzter Zeit, wo wir auch immer mehr Zeit mit Muttersprachlern verbringen (nicht unbedingt „richtigen“ Franzosen, aber Leute aus „Übersee“, also französischen oder immerhin französischsprachigen Inseln), kommt auch ein bisschen Umgangssprache hinzu.
Und jetzt, wo es also ganz gut läuft, soll ich zurück?? Mhh… da hilft nur eins: wiederkommen! :)

Montag, 22. Februar 2010

Montpellier: Rugby und Feiern

Am Wochenende haben Luise und ich nochmal unseren Lieblings-Mexikaner Jean in Montpellier besucht. Yan aus Mauritius machte unsere gewohnt internationale Reisetruppe perfekt (auch wenn er erst Sa abend zu uns stieß, da er früh nicht aus dem Bett kam... ;-))

Am Samstag stand das erste Highlight an: der Besuch eines Rugby-Spiels! Rugby ist ein ganz großer Sport hier im Süden, sogar wichtiger als Fußball. Das Team aus Perpignan ist 2009 französischer Meister geworden. Von daher stand es natürlich außer Frage, dass ich auch das noch "mitnehmen" muss! :-) Irgendwie hab ich es dann aber doch nicht hinbekommen, die USAP spielen zu sehen.
Daher hab ich mich sehr gefreut, dass Montpelliers Mannschaft gerade dieses Wochenende gespielt hat. Zwar sind sie nicht sonderlich gut, aber das war nicht so schlimm! :-)
Am meisten begeistert hat mich das Stadion - es war viel größer als ich dachte, und sehr modern - 2007 hat hier die Rugby-Welteisterschaft stattgefunden.

Stärkung vor dem Spiel
Mit Jean hatten wir einen kompetenten Regel-Kenner an der Seite und so war es ein toller Sport-Nachmittag!
klasse Wetter!

Abends hat Jean dann mal wieder was leckeres Mexikanisches gezaubert, und wir haben ordentlich vorgeglüht.
Danach ging es in die Stadt... nicht so wie letztens, wo wir zu Hause versackt sind ;-)
Jean lernt wichtige deutsche Lieder kennen ;-)

Zunächst waren wir kurz in einer Bar, die aber um 1 zugemacht hat, und anschließend ging es in eine Disco - zum ersten Mal hier in Frankreich, fällt mir grad auf. Wir haben ordentlich getanzt und viel Spaß gehabt, und keine Ahnung wie, aber plötzlich war es um 5 und wir mussten gehen... und lagen um 6 im Bett. Auch nicht schlecht ;-)

Der Sonntag lief dementsprechend gemütlich an... mit "Brunch" um 14 Uhr. Anschließend sind wir noch bissl durch die Stadt gebummelt und ich dann kurz nach 5 wieder zurück nach Perpignan gefahren, weil ich heute ja wieder mein Praktikum hatte.
Luise und die Jungs sind noch weiter nach Avignon, wo sie einen weiteren Feier-Abend mit Yans Leuten verbracht haben - Respekt! Ich war gestern Abend einfach nur müde und fertig :-)
Aber es war ein wunderschönes Wochenende!
Und mein letzter großer Ausflug...

Donnerstag, 18. Februar 2010

Nach dem Ausland ist vor dem Ausland :-)

Jetzt geht es wirklich zu Ende… in weniger als zwei Wochen bin ich schon wieder in Deutschland. Die sechs Monate vergingen soo schnell, viel zu schnell! Und ich bin so froh, dass ich mich dafür entschieden hab, das ERASMUS-Semester zu machen. Ich kann es nur jedem empfehlen!

Vorgestern stand schon wieder eine Abschiedsparty an, das ist die traurige Seite der Geschichte. Aber manche Leute werd ich bestimmt noch mal treffen, in Deutschland, Polen, Tschechien oder wo auch immer :-)

Gestern hatten wir wieder einen richtig tollen Abend: Vorglühen bei Luise, zu zwölft, 7 Nationalitäten: deutsch, tschechisch, französisch, bulgarisch, mexikanisch, mauritianisch und italienisch. Es war ein Italiener dabei, der kein Französisch konnte, und in der ganzen französischen Umgebung fiel es mir unheimlich schwer, Englisch zu reden! Es war erschreckend, ich konnte einfach keine englischen Sätze bilden, sie hatten eher einen französischen Satzbau und auch viel zu viele französische Wörter darin. Kurz darauf meinte Luise dann: Anika, du sprichst schon wieder Französisch, er versteht dich nicht! Mir ist das echt nicht aufgefallen ;-)

Naja, und weil dieses Auslandsstudium fast vorbei ist, hab ich gestern mal recherchiert, was denn in der Richtung noch so möglich ist :-) Die EU unterstützt diese Aufenthalte stark, neben ERASMUS gibt es noch eine Vielzahl weiterer Förderprogramme.
Wenn ich hoffentlich nächsten Winter mit meiner Bachelor-Arbeit und somit mit meinem Studium fertig werde, würde ich gern ein viertel- oder halbjähriges Praktikum anhängen – z.B. im Ausland, unterstützt durch LEONARDO. Dann soll es weiter gehen mit einem Master-Studium. Auch da würde ich gern noch mal ein Semester lang Auslandserfahrungen sammeln (das ist bei vielen Studiengängen sogar obligatorisch). Von der ERASMUS-Förderung kann man leider nur einmal profitieren, aber ich habe herausgefunden, dass man mit dem Free Mover Programm auch ein zweites Mal im Ausland studieren kann.
Also: Europa, ich komme! :-)

Sonntag, 14. Februar 2010

Radtour-Wochenende

Auch wenn es diese Woche recht kalt war, mussten wir am Wochenende mal wieder raus.
Am Samstag Nachmittag haben Luise und ich uns auf die Räder geschwungen und sind in Richtung Süden gefahren, an einen künstlich angelegten See.
War keine sehr große Runde, aber dank des Gegenwindes auf der Rückfahrt waren wir durchaus etwas kaputt hinterher.
Am See konnten wir die Sonne genießen, Enten zuschauen und das Eis auf dem Wasser kaputt machen... es war einfach schön, an der frischen Luft zu sein!

Eigentlich wollte ich heute, am Sonntag, endlich mal skifahren gehen, nachdem wir uns die letzten Male immer für's Wandern entschieden hatten. Aber: gerade diese Woche wird es nicht angeboten :-( Sehr schade, aber was will man machen.
Also ging es wieder auf eine Radtour, zusammen mit Luise und Guillaume, einem Franzosen.
Wieder in Richtung Süden sind wir bis nach Elne gefahren, einem kleinen Ort mit sehr alter Kathedrale und Kloster. Trotz der niedrigen Temperaturen (3 Grad) war es so schön! Blauer Himmel und Sonnenschein, Weinberge, Natur, Berge im Hintergrund... ach ja, es wird mir alles so fehlen!
Auf der Rückfahrt haben wir auch dem Meer noch einen Besuch abgestattet, und die Wellen, den Wind und einfach das Feeling genossen. Nach 1,5 Stunden fahren gegen starken Wind und insgesamt 50-60 km war ich dann doch recht froh, wieder zu Hause zu sein - aber es war eine wunderschöne Tour!


Unter der Woche bin ich ja jetzt jeden Tag mit meinem Praktikum beschäftigt. Aber trotzdem hab ich jeden Abend noch was machen können und hatte eine tolle Woche!
Am Mo abend war ich im Kino, um den Film Invictus - über Nelson Mandela und die Rugby-Weltmeisterschaft in Südafrika 1995 - angeschaut. Es ist ein klasse Film! In Deutschland müsste er diese Woche in die Kinos kommen, und ich kann ihn nur jedem empfehlen, der an Politik, Sport und Geschichte interessiert ist oder einfach nur einen tollen Film sehen will!
Desweiteren stand eine Geburtstagsfeier an, gemeinschaftliches Asterix-gucken (natürlich auf französisch), Volleyball (das werd ich auch so vermissen!), Tanzen gehen inkl. lustigem Vorglühen etc.... es wird nicht langweilig, auch wenn jetzt schon viele Freunde wieder zu Hause sind!

Ja, und dann gingen ja gestern auch die Olympischen Winterspiele in Vancouver los! Leider kann man im Ausland nicht die live-Übertragung von ard und zdf im Internet sehen, aber auch die französischen Sender übertragen ständig - gerade läuft das Rodeln, und wahrscheinlich wird es unsere 1. Goldmedaille! :-)

Forum Après-Bac

Am Dienstag fand in Perpignan das Forum Après-Bac, eine Studien- und Ausbildungsmesse für Abiturienten statt.
Europe Direct, meine Paktikumsstelle, war dort auch mit einem Stand vertreten, um die Jugendlichen über Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen, zu informieren (Freiwilligendienst, Studium, Praktikum etc.).
Ich war auch mit von der Partie, ein "lebendiges Beispiel" für die EU-Auslandsprogramme sozusagen :-)
War ganz interessant, mit den jungen Leuten zu reden und ihnen Lust zu machen, doch andere Länder kennenzulernen. Ich hab mir auch mal die anderen Stände der Unis, höheren Schulen, Ausbildungsstätten etc. angeschaut... waren tolle Sachen dabei! Aber ich war auch unheimlich froh, dass ich diese Entscheidung (Studienwahl) nicht mehr treffen muss! Und ich hab auch nix gefunden, was mich mehr interessiert hätte als mein aktuelles Studium - alles richtig gemacht also! :-)

Ich wurde übrigens sogar auf unserer Website angekündigt! :-)

Donnerstag, 11. Februar 2010

Schnee in Perpignan!

Als ich gestern früh aus dem Haus bin, hab ich doch nicht schlecht geguckt, als alle parkenden Autos mit einigen Schneeflocken bedeckt waren - und das hier in Perpignan!
Und nicht nur auf Autos, sondern auch an Straßenrändern und auf Wiesen ist der trockene Schnee liegen geblieben.

Es ist schon die ganze Woche sehr kalt, und vor allem seit Mittwoch richtig eisig mit fiesem Wind, sodass wir jetzt (leider) sogar mit Deutschland mithalten können! ;-)

Tagsüber hat es gestern (sowohl in Prades in den Bergen als auch in Perpignan) immermal wieder geschneit, jedoch ganz kleine trockene Flocken, die weder liegen blieben noch den Boden nass gemacht haben - und öfters hat gleichzeitig die Sonne geschienen.

Als ich jedoch gestern Abend ca. 21 Uhr aus meinem Fenster geschaut hatte, bot sich mir dieser Blick:
Damit hab ich echt nicht gerechnet, dass ich das erleben werde! (Und ich könnte auch darauf verzichten, aber gut ;-))
Unter dem Schnee sind alle Straßen vereist, mal schauen, ob und wie der Verkehr heute rollt. Außer den Leuten, die oben in den Bergen wohnen, hat hier natürlich auch keiner Winterreifen... das kann lustig werden!

Sonntag, 7. Februar 2010

Strand!

Nachdem gestern kollektives Faulsein angesagt war (Film gucken, lecker kochen, durch Perpignan ziehen und bissl shoppen, deutsche und französische Nachrichten gucken... mit Luise), ging es heut wieder in die Natur!
Berge, Strand und Palmen!

Mit den Fahrrad statteten wir dem Meer mal wieder einen Besuch ab. Es war sonnig und mild, sodass wir nicht wirklich sehr aktiv waren, aber an zwei verschiedenen Stränden unseren Spaß hatten :-)
kuschelnde Fahrräder am Strand :-)


Luises Kommentar: Häschen in der Grube...


Straßenmusikantengruppe, Blick von Luises Zimmer

* Leben in Frankreich

Ich hab ja schonmal von der Internationalität hier in Frankreich berichtet, von den vielen dunkelhäutigen Afrika- oder Karibik-stämmigen Franzosen oder Einwanderern sowie den Maghreb-stämmigen Arabern, die sogar ein ganzes Stadtviertel in Perpignan bewohnen.

Am Freitag beim Volleyball ist mir das einmal mehr bewusst geworden.
Ich war in einer Mannschaft mit Ali aus dem Libanon, Momo, von dem ich kurz davor erfahren hatte, dass er aus Algerien kommt (und schon 3 Monate Praktikum in Dresden gemacht hat!), meinem Tainer und noch zweien, die ich nur vom sehen her kannte. Ich wusste, dass sie keine "echten" Franzosen waren, aber hatte mir nie über ihre Herkunft Gedanken gemacht. Ich hab allerdings nicht schlecht gestaunt, als plötzlich alle um mich herum geredet haben... und ich nichts verstanden hab! Da dachte ich, mitterweile ganz gut Französisch zu können ;-) Aber bei Arabisch konnte ich (und der Trainer) leider nicht mithalten!

*Für mehr Internationalität in Deutschland, es ist so interessant und bereichernd!*

Mittwoch, 3. Februar 2010

Praktikum!

Ganz unverhofft hab ich jetzt doch noch ein Praktikum für die vier Wochen im Februar bekommen!
Am Freitag bekam ich eine Mail, dass ich am Montag mal anrufen soll, am Dienstag war ich kurz dort, um mich vorzustellen, und heute konnte ich anfangen.

Es handelt sich um das Informationszentrum Europe Direct in Prades. Als eine Institution der Europäischen Kommission ist es damit beauftragt, den Bürgern die EU näher zu bringen. Das geschieht über viele verschiedene Wege, wie Animationen in Schulen, Messen und Infostände zu verschiedensten Themen, kostenloses Infomaterial zum Mitnehmen, Fahrten zu den EU-Institutionen und vieles mehr.

Ich habe gleich ein interessantes Projekt bekommen, an dem ich mitarbeiten soll: Nachdem 2009 ja 20 Jahre Mauerfall gefeiert wurde, feiert dieses Jahr das wiedervereinte Deutschland seinen 20. Geburtstag. Und über die Wiedervereinigung Deutschlands und Europas soll es eine Ausstellung geben. Damit bin ich im Moment beauftragt. Heute hab ich mir erstmal viele Bilder und Zeitungsartikel (deutsch und französisch) angeschaut, und werde die nächsten Tage sehen, wie es weitergeht.

Ich freu mich auf jeden Fall riesig, dass es noch geklappt hat!
Ich muss zwar etwa eine Stunde Bus fahren, um nach Prades zu kommen, allerdings kann ich meine Arbeitszeiten an die Buszeiten anpassen, und da geht das schon.

Montag, 1. Februar 2010

Wein und Schnee

Im Februar müssen wir wieder fleißig sein, haben wir beschlossen... und damit die letzte Januar-Woche noch entspannt angehen lassen.

Unter anderem stand am Freitag ein toller Ausflug zu einem Weingut inkl. Verkostung an!
Jean, ein Mexikaner, der jetzt in Montpellier Önologie (Weinbau und -produktion) studiert, hat über ein Jahr auf diesem Weingut in den Bergen gearbeitet.
Und dort hat er uns erklärt, wie aus Trauben Wein wird, was der Unterschied zwischem roten und weißen Wein ist, und uns außerdem Wein in verschiedenen Stadien kosten lassen. War toll!
Jean in seinem Element
farblich passend :-)
zum Abschluss: welcher Wein schmeckt am besten?


Am Wochenende zog es mich dann mal wieder in die Berge, und in den Schnee!
Der Unisport hat eine zweitägige Wandertour mit Schneeschuhen (keine Ski!) organisiert. Nachdem ich mir Wanderrucksack und Schlafsack organisieren konnte, dachte ich mir: nichts wie mit!
Unser Trupp bestand aus einem catalanischen Wanderführer (ein Franzose, der partout keiner sein will), einem Franzosen, zwei Tschechen, zwei Spaniern, einer Mexikanerin und zwei Deutschen.

Am Samstag Vormittag ging es mit dem Kleinbus in die Berge zu den Seen Bouillouse, wo ich im Dezember schonmal wandern war.
Bei schönstem Sonnenschein ging es los, durch den verschneiten Wald und über vereiste Seen: mal auf bereits flachgetretenen Wegen, mal querfeldein durch den Tiefschnee - dank der Schneeschuhe garkein Problem!
Nachmittags schlug das Wetter um und wir wanderten durch einen mittleren Schneesturm. War nicht ganz so angenehm wie Sonne, aber wir waren gut ausgerüstet und konnten es trotzdem genießen und hatten viel Spaß!
Abends um 6 waren wir dann in unserer Hütte und saßen bis Mitternacht beisammen.
komfortables Lager

Am nächsten Vormittag erwachten wir zu Sonnenschein und 20 cm Neuschnee - nichts wie raus! :-)
verschneite Ausrüstung
Ohne Gepäck unternahmen wir (nicht alle, die "Südländer" blieben in der Hütte) eine kleine Tour (2,5 Std) im Tiefschnee (1,20m)... es war wunderschön! Blauer Himmel, verschneite Bäume und viel Spaß mit den Schneeschuhen.
nanu, wo sind den die Stöcke hin??
rodeln mal anders, oder: ausruhen am Berg
Zu schade, dass wir uns am Nachmittag schon wieder auf den Heimweg machen mussten!
überqueren der zugefrorenen Talsperre

Auf der Rückfahrt nach Perpignan hielten wir unterwegs noch an einer heißen Quelle an, und ließen das Wochenende im heißen Wasser mit Blick auf verschneite Berge beim Einsetzen der Dunkelheit ausklingen...