Sonntag, 27. September 2009

Freie Zeit

Am Dienstag ist der Sommer zurückgekehrt, und das hab ich ausgiebig genutzt, um nochmal den Strand zu genießen.

Da wir am Mi Nachmittag beide frei hatten, sind Jana und ich zusammen nach Canet-Plage gefahren und es uns gutgehen lassen.

Am Donnerstag hatte ich am Vormittag einen Deutschkurs (sehr angenehm, mal nicht nur Französisch zu hören!), und sollte eigentlich am Nachmittag noch eine Vorlesung haben. Allerdings hab ich mich im Stundenplan verguckt, denn die Veranstaltung ist nicht am Do sondern erst am Fr. Das hieß, dass ich den Nachmittag unverhofft frei hatte! Hab mich auf's Fahrrad geschwungen, und bin in Richtung Strand gefahren. Aber nicht direkt, sondern ich hab mal andere Wege genommen und kleine Orte, schöne Häuser und Natur (Weinfelder) angeschaut.
Unter anderem war ich auch an der Mündung vom Têt, dem Fluss, der durch Perpignan fließt... recht unspektakulär.

Gestern Abend war ich bei der ersten tollen Party! Jana hatte eine E-Mail erhalten, dass ERASMUS-Studenten eingeladen sind zu einer BBQ-Party... tja und da dachten wir, schauen wir mal hin (zu viert, mit Luise und Tilo). Hat sich als eine super Entscheidung herausgestellt! Es haben ein Franzose (der eigentlich von der Elfenbeinküste kommt) und sein deutscher Mitbewohner gefeiert. Waren etwa 15 Mann da, etwa halbe halbe mit Franzosen (bzw. Afrikanern) und ausländischen Europäern.
Es wurde viel Wein getrunken und wir haben uns einfach den ganzen Abend unterhalten... auf englisch mit den Ausländern, und erstaunlich gut mit den Franzosen! Der Wein hat natürlich auch dazu beigetragen, dass das Französischsprechen und -verstehen noch besser ging ;-) Tja, und plötzlich zeigte die Uhr dann halb 4 an, bis wir uns langsam auf den Heimweg gemacht haben! Man kann es nur als perfekten Abend bezeichnen :-)

Der Sonntag stand jetzt endlich mal ganz im Zeichen von Ruhe, Entspannen, zu Hause sein und Kleinkram erledigen... tat gut! Doch ich war auch erfolgreich: habe unseren neuen Küchenschrank aufgebaut, ganz alleine! :-)

Achja, und vorgestern Abend kam unser Vermieter zu mir und drückte mir diese Kiste Gemüse in die Hand, das sei für uns... total lieb!! So gab es die letzten Tage nur noch mehr Gemüse, Salat etc!

Heut Abend stand dann noch ein Sonntagessen an! Jana hat superleckeres Hähnchen auf Kartoffeln und Möhren in der Röhre gekocht - klasse! Zudem kamen Luise und Tilo vorbei, und haben Tintenfisch und Shrimp mitgebracht... unheimlich viel zu Essen! :-) Abgerundet wurde das ganze von einem Salat (natürlich) und karamelisierten Äpfeln.
Nebenbei haben wir mit Schrecken die Auswertung der Bundestagswahl verfolgt...

Und morgen beginnt eine neue Uni-Woche... und die Sportkurse gehen los! Damit ich mit gutem Gewissen weiterhin so gut essen kann ;-)

Dienstag, 22. September 2009

Anika à Université Perpignan

So, jetzt ging der Alltag los: seit zwei Tagen bin ich eine echte Studentin!
Ich hatte zwei interessante Tage, und meine Stimmung war etwas auf Achterbahnfahrt... aber meistens oben! Heut Mittag hatte ich ein kleines Tief und wäre am liebsten ins Bett statt in die Uni gegangen, aber dann hatte ich ein tolles Seminar und schon ging's mir wieder gut. Seit heute ist es auch wieder warm (27 Grad laut Thermometer, obwohl mir es nicht so vorkommt... entweder ich hab mich schon so daran gewöhnt, oder das fühlt sich hier anders an... falls es aber stimmt, dann waren es die ersten 2 Wochen über 30 Grad!), und da hab ich vorhin noch ne Stunde mit meinem Buch in den Palmengarten hier in der Nähe gesessen.

Gestern früh saß ich in meiner ersten Vorlesung (Geschichte) und war sehr positiv überrascht - sowohl inhaltlich als auch vom Verstehen. Auch in der dazugehörigen Übung am Nachmittag kam ich ganz gut zu Recht, das wird auf jeden Fall in meinem Stundenplan bleiben.
Es ist so, dass ich die ersten beiden Wochen in verschiedene Kurse reinschnuppern kann, und mich erst dann endgültig festlegen muss. Und da ich aus sämtlichen Fachbereichen wählen kann, mach ich das auch!
Heute früh saß ich dann wieder in einer Vorlesung, und das war nicht so mein Fall... der Prof hat komisches Zeug erzählt, und teilweise richtig diktiert, mit Komma ansagen und so! Da hab ich nach ner halben Stunde abgeschalten und es gleich aus meinem Stundenplan gestrichen :-) Ähnlich mit der Englisch-Veranstaltung über Amerika... ich nehm lieber doch nur Französische.
Am Nachmittag war ich bei einer Art Vorlesung, aber in ganz kleinem Rahmen (<20 Leute) und eher Seminar-ähnlich, über Geopolitik. Und ich glaube, das Thema interessiert mich echt sehr! Kam leider mit dem Mitschreiben nicht ganz mit, eine Französin hat mir aber ihre Mitschriften geliehen und so kann ich das nacharbeiten. Ich denke, das ist eine ganz gute Methode.
Morgen Vormittag will ich mir 2 Politik-Sachen anschauen, mal sehen wie das wird. Ich hoffe, es geht positiv weiter! :-)

Auf dem Campus laufen übrigens noch immer unzählige ERASMUS-Studenten rum, die keinen Plan haben. Da bin ich echt ganz zufrieden mit mir, dass ich letzte Woche alles wichtige erledigen konnte - mit meinem Koordinator treffen, einschreiben, Stundenpläne organisieren - klappt alles! :-)
Ach, hier könnt ihr mal meinen tollen Papp-Studi-Ausweis sehen, sowie Bibo- und Sportkarte - natürlich alles mit Foto! Ich glaub ich brauch bald neue ;-)

Ach, dann hatte ich heut noch ein Erlebnis der ganz besonderen Art: Ich hab ein "typisch französisches" (aber scheinbar doch nicht mehr ganz so geläufiges) Klo besucht:
(fast wie im Wald - nur mit Klopapier! ;-))

Ich lerne natürlich auch jeden Tag tolle neue französische Wörter, die sofort in meinem Vokabelheft landen. Mein Lieblingswort heute aus dem Geopolitik-Seminar: Guerre Froide. Na, wer weiß was es heißt??

Is voll lustig, wie schnell man sich an seine Umgebung gewöhnt - oder zumindest mir geht es so. In den ersten Tagen fand ich die ganzen Häuser hier in meiner Wohngegend oder auch auf dem Weg zur Uni noch so fremd, z.T. etwas alt, manche nicht so schön... mittlerweile fällt mir das alles garnicht mehr auf, es ist halt einfach so. Ich dachte, dass ich dazu länger brauchen würde, aber ist super :-)

Von der Uni werd ich irgendwann auch mal Fotos machen und euch zeigen... ist sehr amüsant! Der Chemnitzer Weinholdbau ist schon fast schön dagegen *hihi*

Sonntag, 20. September 2009

Journées du patrimoine

Plötzlich ist schon Sonntag Abend... ich hatte ein sehr entspanntes Wochenende.
Beide Tage hab ich ausgeschlafen, hab mich mit meinen Mitbewohnerinnen unterhalten und an meinem Stundenplan gebastelt. Und am Nachmittag war ich mal ein paar Stunden in der Stadt. Wollte gestern einfach mal durch ein paar Geschäfte bummeln, um zu sehen, was es so gibt. Und außerdem war am Wochenende Tag des offenen Denkmals (oder so ähnlich), und da waren ganz viele Gebäude in Perpignan kostenlos geöffnet - das muss man doch ausnutzen!

Gestern waren Luise und Tilo mit mir zusammen unterwegs. Heute bin ich alleine losgezogen, bin Fahrrad, und hab die Kirchen, die etwas weiter außerhalb liegen, noch mitgenommen.
Heute Vormittag war ich mit Jana auf dem Markt (viiiel Obst und Gemüse kaufen!), und auf dem Weg dorthin sind wir auch an einem wunderschönen Gebäude vorbeigekommen.

Hier sind ein paar Bilder davon:

Zuerst war ich auf dem Castillet, eine Art altes Stadttor, von wo aus man eine schöne Aussicht hatte.

Außerdem hab ich das Rathaus besucht, und war unter anderem in dem Raum, wo der Stadtrat tagt. Nicht so groß wie der Plenarsaal der UNO, aber trotzdem nicht schlecht ;-)


Dieses ehemalige Hotel, alt und prunkvoll und wunderschön, heute für Kongresse und Veranstaltungen genutzt, hat mich etwas an die Heilbäder in Tschechien erinnert. Das ist übrigens der Innenhof, hätte man von außen überhaupt nicht erwartet!

Außerdem war ich noch in den verschiedensten Kirchen. Die meisten sind recht dunkel und weniger prunkvoll, als man das von deutschen katholischen Kirchen kennt. Und da hier die Gassen so eng sind, hat man kaum einen richtigen Blick auf die Gotteshäuser; obwohl sie so groß sind können sie sich gut verstecken und sind schwer zu finden.


Heute Abend haben dann Leanne, Jana und ich zusammen gekocht, es gab leckeres Gemüse mit Reis. Saßen über eine Stunde zusammen und haben uns gut verstanden! Die Unterhaltung erfolgt im Moment noch in Englisch, aber irgendwann werden wir sicher zu Französisch wechseln. Es stört mich aber nicht sehr, da ich denke, dass ich ab morgen in der Uni genug Französisch um mich herum haben werde! :-) (oder :'-( ?)

Freitag, 18. September 2009

Andere Länder, andere Sitten

Nachdem ich jetzt schon seit über zwei Wochen in Franreich lebe, möchte ich euch von einigen Dingen erzählen, die mir hier so aufgefallen sind.

- Zuerst fällt mir auf, dass die Leute hier alle viel entspannter sind als in Deutschland. Das meine ich vor allem, wenn es darum geht, etwas zu machen. Mein Vermieter ist ein Paradebeispiel dafür: Sein Lieblingswort lautet "demain" (morgen). Und wenn dann morgen ist - richtig, dann sagt er wieder, dass er das demain machen wird. Und demain kann durchaus eine Woche betragen! Ist für mich als Deutsche, die noch dazu gern schnell ihre Sache erledigt haben möchte, eine Umstellung. Meinen Mitbewohnerinnen fällt dies allerdings auch auf - es ist also nicht nur die deutsche Gründlich- und Pünktlichkeit, die mit dieser relaxten Einstellung kollidiert. Ich muss mich also für ein halbes Jahr in Geduld üben... ist sicherlich auch keine schlechte Sache. Nur ungewohnt! :-)

- Wenn man ein was über Frankreich eingetrichtert bekommt, dann ist es ja: Sie reden nur Französisch, und komm ja nie mit einer anderen Sprache! Doch da hab ich positive Erfahrungen gemacht. Wenn man mit ihnen Französisch spricht, fragen sie doch gern mal, wo man denn her ist, und kramen manchmal ganz stolz ein "Ich spreche ein kleines bisschen Deutsch" hervor, oder antworten auch mal auf Englisch (was nicht immer leicht zu verstehen ist). Klischee widerlegt! :-) (Allerdings geb ich mir auch immer Mühe mit dem Französisch; ich glaub wenn man gleich auf Englisch anfangen würde, wäre die Freude nicht so groß.)

- 3.: Mittagspause. Siesta. Wie auch immer: Von 12 bis 2 schläft die Stadt! Da machen die meisten Geschäfte zu (außer Lidl, Aldi,... ;-)), in der Uni sind die Sekretariate unbesetzt etc. Das passt ein wenig zum ersten Punkt - man muss sich dran gewöhnen, tolerant sein und sich nicht ärgern, dass man jetzt ewig warten muss bis man bekommt, was man braucht... Vielleicht kann ich das in ein paar Wochen! ;-)

-Rendez-vous sind hier total in. Nein, nicht in dem Sinne wie wir das im Deutschen verstehen, sondern wörtlich ünbersetzt: Termine. Man braucht für alles einen Termin - bei der Bank, um ein Konto zu eröffnen, in der Uni, um sich einzuschreiben, und selbst im großen Supermarkt muss man an der Fleisch- oder Käsetheke eine Nummer ziehen.
Allerdings war ich heute etwas "Besonderes" und konnte mich zweimal ohne Termin durchschlagen. Ich war in der Uni, um mich zu immatrikulieren. Im ERASMUS-Amt wurde uns erklärt, wie das Formular auszufüllen ist (was echt super war, sonst hätte ich Tage darüber gebrütet!) und gesagt, welche Unterlagen wir alles benötigen... und damit ging's dann zum anmelden/einschreiben. Da die ganze Prozedur recht lange dauert, hat sich eine ganz schöne Schlage gebildet. Und nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass die Franzosen alle einen Termin hatten, und nur wir ERASMUS-Studenten ohne drankommen durften - wovon die Bearbeiter sichtlich genervt waren. Irgendwann wurde der Vorhang vor der Tür zugezogen und keiner mehr reingelassen... es war schließlich kurz vor 12 (!), und nicht dass noch mehr von diesen ungezogenen, schlecht Französisch sprechenden Ausländern ohne Rendez-vous auftauchen! :-)
Nach der Uni hab ich mich endlich mal zur Bank begeben, um ein Konto zu eröffnen. Ich werde französisches Wohngeld bekommen (eine Art Zuschuss zur Miete vom Staat), und dazu brauch ich das Konto. Mein Vermieter (von dem ich nur noch als "mein Monsieur" spreche, weil ich seinen Namen immer vergesse) hat gemeint, dass ich da unbedingt einen Termin brauch. Aber - ich musste zwar bissl warten, kam dann aber gleich dran! :-) Bald bin ich also im Besitz eines französischen Kontos mit Bankkarte und Online-Banking, ich muss nur noch meinen Mietvertrag einreichen, den mir mein Monsieur letzte Woche kopiert hatte und demain geben wollte! :-D

- Als ich mich heute auf gemacht habe, die Informationen der verschiedenen Studiengänge zu bekommen, um meinen Stundenplan zu erstellen, ist mir auch aufgefallen wie anders hier das ganze Studium aufgebaut ist. Es ist viel verschulter als bei uns! (Und, nebenbei, heißt noch nicht mal Bachelor, obwohl es genau das ist - nein, wir sind in Frankreich, hier heißt das Licence.) Es gibt festgelegte Stundenpläne für jedes Semester. Als ich danach in den Sekretariaten gefragt habe, wurde ich immer gefragt, welches Jahr, und musste erklären, dass ich gern alles hätte, weil ich ERASMUS bin und mir unter allem was aussuchen darf. Jetzt hab ich 7 dicke Studienordnungen und gefühlte 50 Stundenpläne zu Hause, und nehme mir vor, bis Sonntag Abend einen vorläufigen Stundenplan zusammengestellt zu haben.

- Zum Schluss noch etwas persönliches, was mir in letzter Zeit hier aufgefallen ist: Mir fällt es überhaupt nicht schwer, Dinge zu umschreiben, wenn ich die Wörter nicht weiß. Oft fehlen mir zwar auch dafür viele Vokablen, aber so prinzipiell kann ich ganz schnell Umdenken. Ich denke, dass das etwas ist, was mir seit Amerika recht leicht fällt, und ich bin auch froh darüber. Ein Beispiel: Ehe ich überlege, was es heißt "stört dich das?", kann ich einfach sagen "ist es ein Problem, dass...?"

Soviel dazu.
Heute Nachmittag hat die Sonne so schön geschienen, dass ich mich mit einem Buch in den Palmengarten hier ganz in der Nähe gesetzt hab und einfach ein Stück dort war.
Und heut Abend werd ich nochmal in die Stadt gehen und mich mit einigen anderen ausländischen Studenten treffen, freu mich schon drauf und bin gespannt!

Mittwoch, 16. September 2009

Mein Zimmer

Nachdem mein Besuch jetzt weg ist und ich mich in meinem Zimmer einigermaßen eingerichtet (und aufgeräumt) habe, kann ich euch nun mal ein paar Bilder davon zeigen.

Das ist das Haus von außen, das linke blaue Fenster unten sowie das an der Seite gehört zu meinem Zimmer. In dem Haus wohnt mein Vermieter. Aber nur noch alleine, ich nehme an dass er sich von seiner Frau getrennt hat, denn am Wochenende kommen immer seine beiden Kinder zu ihm. Und weil er den Platz hat, vermietet er möblierte Zimmer an Austauschstudenten.
Ich hab wirklich ein sehr schönes, helles, sauberes Zimmer, mit neuen, geschmackvollen Möbeln, teilweise sogar von Ikea.

Hier steht mein großes Hochbett, darunter die Couch, die man ausklappen kann, und links vom Fenster mein kleiner Schreibtisch:
Und rechts vom Bett steht mein Kleiderschrank:
Das ist der Blick von meinem Bett zu unserer Küchenzeile, die ich zusammen mit meinen beiden Mitbewohnerinnen benutze:
Schreibtisch und Regal: (Stauraum hab ich ausreichend)
Blick in den Flur mit tollen roten Türen und seit gestern mit passender roter Lampe; links Toilettentür, daneben Badtür und rechts die Tür zum Zimmer von Lianne, meiner englischen Mitbewohnerin. Und mein Fahrrad! :-)

Und noch was anderes:
arte bringt zur Zeit eine mehrteilige Doku über die Küsten Frankreichs. Gestern war die Region dran, in der ich im Moment lebe: "Von Banyuls-sur-Mer zur Petite Camargue". Hier kann man das Video anschauen. (Aber nur für eine Woche, glaub ich.)

Dienstag, 15. September 2009

Uni und so... naja bald

Nachdem ich mich heute früh von Sascha verabschieden musste, geht es nun ein wenig "alltäglicher" hier zu.

Zunächst bin ich zu Carrefour, einem "Hypermarché" gefahren. Das ist wie ein Kaufland, neben dem es aber auch noch sämtliche andere Dinge wie Haushaltgeräte, Fahrrad- und Autozubehör, Koffer, Musik, Elektrogeräte etc. gibt. Am besten lässt es sich mit dem amerikanischen Target vergleichen. Dort hab ich ein paar Kleinigkeiten eingekauft und mir erstmal einen Überblick verschafft. Am tollsten sind die endlosen Käseregale! :-)

Am Nachmittag bin ich dann endlich mal zur Uni gefahren. Zunächst hab ich mir den Campus angeschaut. Es ist eine recht kleine Uni mit vielen nicht sehr großen Gebäuden, aber alles dicht beieinander, so wie die Anika das mag :-)
Mein erster Weg führte mich jedoch zum ERASMUS-Büro, um mich anzumelden. Dort hab ich erfahren, dass es am 8. Oktober ein Zusammentreffen von allen ERASMUS-Studenten geben wird - immerhin ;-) Und am Montag soll ich um 11 hinkommen, um mich einzuschreiben und den ganzen Orga-Kram zu machen. Dies hat mich etwas durcheinandergebracht: Luise hatte von einem Treffen der internationalen Studenten am Freitag erzählt. Aber das war nur ein Missverständnis; auch sie wird sich am Freitag lediglich einschreiben, es wird in Etappen gemacht, weil die Räume wohl nicht groß genug sind oder was auch immer. Ich finde es schade... ich hab gehofft, dass ich am Freitag endlich mal Leute kennenlern, mit denen ich dann vielleicht schon am Wochenende was zusammen machen kann! Naja, ich glaube ich werde einfach mit Luise mitgehen, die werden mich ja nicht rausschmeißen.
Die nächsten Tage sind also noch immer frei, aber sie rückt näher, die Uni.
Üebrmorgen kommt auch meine zweite Mitbewohnerin, aus Tschechien, an, und ich denke dass wir sicher auch alle 3 mal was zusammen unternehmen werden!

Collioure und Me(e/h)r - mit Sascha!

Meine letzten 5 Tage vergingen wie im Flug und waren wunderschön! Sascha und ich konnten viel Zeit miteinander verbringen und tolle Orte erkunden.

Am Samstag haben wir den genialen 1€-Bus genutzt: Es gibt hier viele verschiedene Überlandsbusse, die weit an der Küste entlang oder auch in die Berge fahren, und man für eine Fahrt aber nur 1€ zahlen muss, selbst wenn man 2 Stunden unterwegs ist - sehr erkundungsfreudig! :-)
Wir sind also in solch einen Bus eingestiegen und reichlich eine Stunde gen Süden ans Meer gefahren. Unser Ziel war Collioure, ein malerischer Hafenort in den Bergen - dort, wo die Pyrenäen ins Meer fallen. Wir sind jedoch noch einen Ort weiter, nach Port Vendres, gefahren.
Von dort führte dann ein Wanderweg (auf den wir kleidungs- und schuhtechnisch eigentlich nicht eingestellt waren, aber es ging trotzdem) entlang der wunderschönen Steilküste etwa 2 km nach Collioure. Unterwegs haben wir einige Schnorchler getroffen und auch unsere Füße mal im Meer abgekühlt.
Als wir Collioure näher kamen, hatten wir schon eine wunderschöne Sicht auf den Ort.

Nachdem wir uns dann mittags erstmal gestärkt hatten, wurde die Burg besichtigt.
Früher hatte der Ort eine wichtige Stellung, direkt am Meer an der französisch-spanischen Küste, und er gehörte auch schon den verschiedensten Herrschern (selbst die Habsburger haben sich dort schon aufgehalten), und diese Spuren kann man an der immer wieder erweiterten und verstärkten Festung erkennen.
wunderschöne Aussicht:


Nach dem Wandeln auf historischen Gemäuern mussten wir uns erstmal ausruhen... in der Sonne am Hafen haben wir uns kurzerhand ins Gras gehauen und für ne halbe Stunde die Augen zugemacht.
Dabei haben wir nicht bemerkt, wie von den Bergen eine riesige, schwarze Wand auf uns zukam. Plötzlich sah alles sehr bedrohlich aus!
Wir haben uns schon pfitschenass und frierend gesehen... doch siehe da, die Wolken kamen ans Meer und lösten sich auf; nach einer halben Stunde schien wieder die Sonne als wenn nichts gewesen wäre.

Am Samstag abend, wieder zu Hause, erwartete mich noch das Highlight: Internet ging endlich! Es war natürlich ganz einfach: Es musste nur ein Knopf am Router gedrückt werden... aber das muss man ja erstmal wissen. Ich bin glücklich durch die Wohnung gehüpft: Nie wieder abends im Quick sitzen, sondern Internet ganz bequem zu Hause!!! :-)

Den Sonntag haben wir erstmal mit Ausschlafen und superleckerem Gebäck vom Bäcker begonnen. Anschließend sind wir durch Perpignan geschlendert. Haben uns einen Teil der VISA-Ausstellung angeschaut, d.h. Fotojournalismus aus aller Welt, wirklich tolle Bilder! Und als wir danach in einem Park faul herumsaßen, wer kommt (mal wieder) zufällig vorbei? Luise und ihr Freund Tilo. Mit ihnen saßen wir auch später noch auf dem Palast der Könige von Mallorca und haben den Blick in die Berge genossen.
Das sind 2 tolle Giebel mit einer schönen Gasse dazwischen, nicht? Nein - es ist alles nur gemalt!! (irgendwo in Perpignan)

Anschließend sind wir mit zu den beiden, haben uns von Tilo lecker bekochen lassen und hatten einen langen gemeinsamen Abend; bis nach Mitternacht saßen wir bei Wein und tollen Gesprächen noch zusammen! War echt richtig schön!

Gestern wollten wir dann nochmal an den Strand. Diesmal sind wir, wieder für 1 €, in einen anderen Ort, nach Saint Cyprien, gefahren. Luise und Tilo kamen mit dem Rad nach. Dort erwartete uns extrem stürmisches Wetter und richtig hohe Wellen!
War mal was anderes. Wir haben uns noch ein Strand-Ballspiel gekauft und haben einen echt schönen Nachmittag zu viert verlebt. Auch wenn leider die Sonne irgendwann nicht mehr geschienen hat... ging schon! :-)

An unserem letzten gemeinsamen Abend waren Sascha und ich dann essen, leckere Crêpes!
Tja, und dann war er leider auch schon um, Saschas Besuch.
Heute Vormittag hab ich ihn zum Bahnhof gebracht, von wo er dann wieder nach Girona auf den Flughafen und von dort nach Altenburg gekommen ist.
Wir hatten wirklich eine sehr schöne Zeit zusammen!