Freitag, 4. September 2009

Anreise, Teil 2: Je suis arrivée!

So, ich bin da, in Perpignan, in meinem Zimmer. Leider noch ohne Internet, das kommt morgen. (ich schreib trotzdem schon mal, weil alles frisch ist)

Mit einem komfortablen Reisezug (das erklärt auch den Preis) bin ich etwa 2 Stunden von Girona nach Perpignan gefahren. Dabei ging es durch tolle Landschaft: links die Berge, rechts das Mittelmeer, und viele Bäume und Palmen und tolle Häuser mit roten Dächern… richtiges mediterranes Feeling.
Von Perpignan selber hab ich noch nicht viel gesehen. Am Bahnhof angekommen, hab ich mich davor gestellt und gewartet, meine blaue Reisetasche und mein roter Rucksack, die ich in meiner Mail angekündigt hatte, gut sichtbar vorher. Mein Vermieter, der mich abholen wollte, hatte schon angekündigt, dass es etwas später werden kann. Naja und so stand ich halt da und hab viele Männer, die aussahen, wie wenn sie jemanden abholen wollen, lieb angelächelt, in der Hoffnung, dass es der richtige ist. Einer ist die ganze Zeit umhergelaufen und hat jemanden gesucht, da hab ich ihn dann irgendwann angesprochen (jetzt wenn ich so drüber nachdenk, war das glaube mein erstes "Gespräch" mit einem echten Franzosen – von Lehrern abgesehen), aber er war nicht der richtige… Aber dann kam doch gleich einer auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich Anika bin. Ein netter Mann, dunkelhäutig, Alter kann ich nicht schätzen… vllt. 40. Er hat mich also abgeholt und wir sind nach Hause gefahren. Und er hat versucht mit mir zu reden. Aber das war gar nicht so einfach! Ich hab sooo viel nicht verstanden! Und noch schlimmer is das sprechen… somal mir nicht nur viele Wörter fehlen, sondern auch so kleine Wörter, die man immer verwenden kann, wie z.B. das englische "put" oder "thing". Gut, aber ich denke das kommt mit der Zeit. Muss ja, deswegen bin ich ja hier! :-) Das gute ist: Er kann auch bissl Englisch, und wenn ich was partout nicht verstanden hab, dann hat er's auf englisch versucht. Ich denk, die Sprachbarriere werd ich am Anfang schon haben… als ich in Amerika ankam hab ich von Anfang an mehr verstanden und sagen können. Aber ich nehm jetzt einfach mal optimistisch an, dass das mit jedem Tag besser wird, und hör auf, euch damit die Ohren voll zu heulen ;-)

Ich bin jetzt also in "meinem" Zimmer. Obwohl, noch nicht ganz. Das ist hier ein Haus, in dem oben eine frz. Familie wohnt, und unten haben sie 2 Zimmer, die sie an ausländische Studenten vermieten. Das eine ist eher klein, hat 2 Betten und Schreibtisch, Schrank etc. Das andere ist größer: da ist eine kleine Küche drin, eine Ausziehcouch sowie ebenfalls Schreibtisch etc. Das Zimmer is meine, wobei ich die Küche mit den anderen aus dem anderen Zimmer teilen werde. Da ist aber noch keiner da. Und da der Vermieter in "mein" Zimmer am Sa erst noch ein Hochbett (1,40m!) einbauen muss, schlaf ich heut und morgen zunächst in dem anderen Zimmer. Hier unten haben wir außerdem Klo und Bad, mit Waschmaschine.. also alles was man braucht. Und vielleicht krieg ich auch noch ein Fahrrad geliehen, aber das hab ich vorhin nicht so ganz verstanden ;-)

Nachdem wir also zu Hause waren, hat er erstmal schnell Nudeln gekocht und wir haben zusammen gegessen… inklusive Käse und Wein! Er war auch sehr traurig, dass er keine Zeit hatte, was "richtiges" zu machen, aber will das nachholen :-) Haben uns so bissl unterhalten, das geht mal besser und mal schlechter.

Tja, und morgen wird ich mich dann auf die Socken machen und Perpignan (oder zumindest schon mal meine unmittelbare Umgebung) erkunden. Außerdem will ich mich mit Luise treffen. Und dann hoffe ich, dass das morgen mit dem Internet klappt, und dass ich vielleicht auch schon das Fahrrad nutzen kann… aber jetzt muss ich erstmal ins Bett, bin mittlerweile ganz schön müde.
Mal schauen was mich morgen erwartet… on verra.

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