Dienstag, 15. Dezember 2009

Wintereinbruch

Am Freitag waren wir noch am Strand, doch danach hat das Wetter ganz schön umgeschlagen. Schon am Wochenende war es plötzlich sehr frisch, und gestern den ganzen Tag richtig nasskalt. Dabei auch noch sehr windig, was die 5 Grad noch viel kälter erschienen ließ.

In Perpignan hatte es auch geregnet, aber in den Bergen wieder geschneit. Und das schon auf ca. 300m! Da können wir Deutschland fast Konkurrenz machen ;-)

Mir wurde gesagt, dass das allerdings nicht die Regel ist. Ich hab das Gefühl, dass dieses Jahr hier nur außergewöhnliches Wetter ist: ein zu heißer September, zu warmer Oktober und nun Schnee viel zu zeitig und viel zu weit unten.

Nun - mich stört's nicht, so wird es nie langweilig :-) (Und es ist die Vorbereitung auf Deutschland... *bibber*)

Samstag, 12. Dezember 2009

Uni und feiern

Wow, so schnell ging's... und schon ist das Semester um! Diese Woche waren im Prinzip die letzten Vorlesungen. Ein paar werden auch nächste Woche noch stattfinden, aber nur ein Teil. Außerdem gingen jetzt die Prüfungen los. Ich hab allerdings Glück, denn alle meine "richtigen" Prüfungen sind erst im Januar. Diese Woche hatte ich jedoch meine zwei Französisch-Prüfungen, ich denke, sie liefen ganz gut.
Man kann schon sagen, dass sich meine Sprachkenntnisse verbessert haben in den 3 Monaten... zum Glück! :-)

Das Semester geht zu Ende... doch das heißt nicht, dass nicht mehr gefeiert wird! :-) Diese Woche war viel los.
Am Montag waren wir bei Luise, haben Glühwein getrunken, einen Film geschaut... und plötzlich war es halb 5, bis ich endlich im Bett lag!
Am Dienstag hab ich 3 Stunden Volleyball gespielt und bin danach zufrieden schlafen gegangen.
Mittwochs war wie immer Tio Pépé angesagt, das letzte Mal vor Weihnachten. Davor haben wir uns noch mit vielen Leuten bei irgendwem im Wohnheim getroffen... ich weiß bis heute nicht, wer dort eigentlich wohnte, aber es war schön :-)
Gestern fand an der Uni ein "Soirée de Dance" statt, ein Mix aus Tanz- und Capoeira-Aufführungen und Tanzen für alle. Auch wenn ich selber nicht getanzt hab, war es ein schöner Abend, weil sehr viele Leute da waren, die ich kannte.
Und heute war ich im Wohnheim zu einem privaten "Soirée". Etwa 10 Leute, ein Klavier und eine Gitarre (sowie mehrere Flaschen Wein) in einem Zimmer ergaben einen tollen Abend mit viel Musik und viel Singen.

Es ist interessant, wie ich in den letzen 2-3 Wochen erst die Wohnheime kennengelernt habe... mittlerweile kann ich meist zuordnen, wer in welchem Gebäude wohnt, und bin auch ab und zu dort... aber es hat ein Stück gedauert :-)

So, und jetzt geht's ins Bett. Bonne nuit!

Freitag, 11. Dezember 2009

Baaaden! Im Dezember!

Vom Winter in den Sommer, von den Bergen ans Meer... traumhaft! :-)
Das milde Wetter, was uns Petrus seit Dienstag wieder beschert (bis zu 15 Grad mittags) hat Luise und mich heute mal wieder an den Strand gezogen. Unsere Lieblingsfreitagsbeschäftigung :-)

Im September hab ich mir ja bereits vorgenommen, auch in den Wintermonaten ab und zu ans Meer zu fahren. Damals dachte ich allerdings, dass ich mich dazu dick einpacken muss mit Windjacke, Mütze etc.
Pustekuchen!
SO verbringt man den 11. Dezember am Mittelmeer:
Es war windstill und die Sonne hat noch immer Kraft, so dass wir uns zwei Stunden sonnen konnten - unglaublich.

Und dann wollten wir auch noch INS Meer... haben wir schließlich schon seit Ende Oktober nicht mehr gemacht. "Sollen wir wirklich??"
JA, war die Antwort! :-)
Es war auf jeden Fall richtig kalt. Aber wir haben es ein paar Minuten ausgehalten und hinterher war es auch garnicht kalt, dank der guten Durchblutung in unseren Körper. Ein tolles Gefühl! :-)

Sonntag, 6. Dezember 2009

Winterwonderland

Was, im Süden? Ja! Auf 2000 m Höhe kann selbst in Südfrankreich reichlich Schnee liegen!
Ich LIEBE diese Region, sie hat einfach alles zu bieten! :-)
Heute ging es hoch ins Gebirge, zu den Seen Bouillouses in der Nähe der Wintersportorte Mont Louis und Font Romeu. (Etwa 1:45 mit dem Auto von Perpignan weg.)

Bei dieser Seengruppe, die im Sommer ein Wanderparadies darstellt, erwartete uns die etwas andere Erfahrung. Und es war klasse! :-)

Wir konnten nicht wie geplant an die Talsperre des größten Sees fahren, sondern mussten das Auto schon eher abstellen und uns zu Fuß aufmachen - 5 km, wie wir hinterher erfahren haben. (Start 9:30) Und der Grund dafür war, dass einfach zu viel Schnee lag! Allein auf der Straße waren es schon 5 cm!
Blick auf die Skipisten

Unser Plan war, von der Talsperre aus eine große Runde zu drehen (ca. 4 Std.), und wenn danach noch Zeit ist, eine kleinere (2,5 Std.) anzuhängen.
Dachten wir uns... doch wieder hatten wir die Rechnung ohne den Schnee gemacht! Als wir den ersten Weg, der gleich bergauf führte, gesehen haben, wussten wir gleich, dass es keinen Sinn hat: Es gab im Prinzip keinen Weg, war alles eingeschneit. Das Risiko wollten wir dann doch nicht eingehen.
Also sind wir erstmal ganz in Ruhe zur Talsperre und haben das Panorama auf uns wirken lassen.
Anschließend ging es auf zu der kleinen Runde. Das war besser, weil diesen Weg schon einige andere vor uns gegangen sind und er festgetrampelt war.
Mehr oder weniger... das ein oder andere Mal sind wir doch recht tief eingesunken!
Ich kann garnicht genau sagen, wieviel Schnee eigentlich lag, erst schätzten wir auf 30 cm, aber an manchen Stellen war er definitiv tiefer!
Jedenfalls hatten wir viel Spaß und warteten gespannt auf die vielen kleinen Seen, die am Weg liegen sollten.
Hier war dann auch der Erste:
Bisschen schade, dass sie zugefrohren und verschneit waren... aber alles halb so wild, außerdem war die Aussicht super! (2250 m)

Eigentlich wollten wir eine Runde gehen. Allerdings haben wir dann andere Wanderer getroffen, die uns davon abgeraten haben. Sie hatten am Vortag eine Wanderung gemacht, die eigentlich 2 Stunden dauern soll, und dafür 4 oder 5 gebraucht. Und da wir auch noch garnicht so weit waren, wie wir eigentlich dachten, haben wir eine Mittagsrast gemacht und sind dann gegen um 2 wieder umgekehrt.
Anika im Tiefschnee - habe erfolgreich meine Flasche zurückerobert, die mir der Wind von unserem Picknickplatz entwendet hatte!


War aber auch nicht schlimm, denn auf dem Rückweg (den wir ja schon kannten und auf dem es hauptsächlich bergab ging) konnten wir mal wieder so richtig Kinder sein! (Ok, ich gebe zu, das größte Kind war ich ;-))
Ob Schneeballschlachten, Schneeball-Zielwerfen oder gegenseitiges Einseifen, alles war dabei.
Revanche! :-)

Und ich hab mich einen Hang runtergekullert! :-)
War echt toll! Da kam Winter- und Weihnachtsstimmung auf! Nicht schlecht, so zum Nikolaus.

Voilà, mein neuer Hut!
Passt man sogar zu zweit drunter :-)

Den Rückweg legten wir gemütlich zurück, leider zogen sich die letzten 5 km Straße etwas, und um 5 waren wir wieder zurück am Auto. Auf der Rückfahrt bietete sich uns noch ein tolles Panorama von schneebedeckten Bergen vor gelb-rosa-lila Himmel nach dem Sonnenuntergang. Der Himmel hier ist abends echt der Hammer!

Ich muss sagen, dass es mich selbst überrascht, dass ich plötzlich ein so aktiver Wanderer geworden bin. Aber die Bedingungen hier sind halt auch einfach super!
Die Berge sind nicht weit weg, und es sind immer andere Wanderlustige zu finden.
Gut, das ist im Prinzip auch zu Hause der Fall... aber im Erzgebirge hat man nicht so eine tolle Sicht ;-) Und ich glaube der Hauptfaktor ist einfach die Zeit - denn die haben wir hier! Hier gibt es keinen, der am Wochenende heimfährt, es gibt keine Spiele oder Konzerte, und man muss auch kaum was für die Uni machen. Beste Voraussetzungen also! :-)

Samstag, 5. Dezember 2009

Villefranche-de-Conflent

Endlich ging es heute wieder in Richtung Berge, in das kleine Städtchen Villefranche. Es wurde vor etwa 1000 Jahren in einem Tal gebaut, und mit Stadtmauern umrandet. Diese wurden über die Jahrhunderte verstärkt und erweitert, und sind heute noch vollständig erhalten. Dies galt es zu erkunden!
Oben über der Stadt thront Fort Liberia. Das haben wir dann aber nicht mehr besucht.


Beim Erkunden der Stadtmauern:
Blick über die Dächer der Stadt

Ein Gespenst! ;-)

Außerdem lockten die kleinen Gassen mit schönen Geschäften zum Weihnachtsshopping... erfolgreich!
Ein schöner Tag!

Sichtung des Tages:
Ein spanischer Greizer in Frankreich! (Die N-er sind überall ;-))

Na endlich!

Juhu, Perpignan ist in eine Lichterstadt verwandelt worden!
Nachdem schon Anfang November die ersten Beleuchtungen angebracht wurden, war ich ganz schön enttäuscht, dass die nicht letzten Sonntag, zum 1. Advent, geleuchtet haben.
Aber heute war es soweit! In allen Straßen der Innenstadt leuchtet es weihnachtlich. Manchmal mit weißem, flackernden Licht, was ich nicht besonders toll finde, aber der Großteil besteht aus warmen, gelben Licht.
Keine Schwibbögen dieses Jahr, dafür anderes Licht! :-)

Der Place de la République:
Das Theater:

Ein echter Weihnachtsbaum!

Und ein Oliven-Weihnachtsbaum - nicht echt-erzgebirgisch:

Und das ist eine Weihnachtspalme! :-)