Sonntag, 6. Dezember 2009

Winterwonderland

Was, im Süden? Ja! Auf 2000 m Höhe kann selbst in Südfrankreich reichlich Schnee liegen!
Ich LIEBE diese Region, sie hat einfach alles zu bieten! :-)
Heute ging es hoch ins Gebirge, zu den Seen Bouillouses in der Nähe der Wintersportorte Mont Louis und Font Romeu. (Etwa 1:45 mit dem Auto von Perpignan weg.)

Bei dieser Seengruppe, die im Sommer ein Wanderparadies darstellt, erwartete uns die etwas andere Erfahrung. Und es war klasse! :-)

Wir konnten nicht wie geplant an die Talsperre des größten Sees fahren, sondern mussten das Auto schon eher abstellen und uns zu Fuß aufmachen - 5 km, wie wir hinterher erfahren haben. (Start 9:30) Und der Grund dafür war, dass einfach zu viel Schnee lag! Allein auf der Straße waren es schon 5 cm!
Blick auf die Skipisten

Unser Plan war, von der Talsperre aus eine große Runde zu drehen (ca. 4 Std.), und wenn danach noch Zeit ist, eine kleinere (2,5 Std.) anzuhängen.
Dachten wir uns... doch wieder hatten wir die Rechnung ohne den Schnee gemacht! Als wir den ersten Weg, der gleich bergauf führte, gesehen haben, wussten wir gleich, dass es keinen Sinn hat: Es gab im Prinzip keinen Weg, war alles eingeschneit. Das Risiko wollten wir dann doch nicht eingehen.
Also sind wir erstmal ganz in Ruhe zur Talsperre und haben das Panorama auf uns wirken lassen.
Anschließend ging es auf zu der kleinen Runde. Das war besser, weil diesen Weg schon einige andere vor uns gegangen sind und er festgetrampelt war.
Mehr oder weniger... das ein oder andere Mal sind wir doch recht tief eingesunken!
Ich kann garnicht genau sagen, wieviel Schnee eigentlich lag, erst schätzten wir auf 30 cm, aber an manchen Stellen war er definitiv tiefer!
Jedenfalls hatten wir viel Spaß und warteten gespannt auf die vielen kleinen Seen, die am Weg liegen sollten.
Hier war dann auch der Erste:
Bisschen schade, dass sie zugefrohren und verschneit waren... aber alles halb so wild, außerdem war die Aussicht super! (2250 m)

Eigentlich wollten wir eine Runde gehen. Allerdings haben wir dann andere Wanderer getroffen, die uns davon abgeraten haben. Sie hatten am Vortag eine Wanderung gemacht, die eigentlich 2 Stunden dauern soll, und dafür 4 oder 5 gebraucht. Und da wir auch noch garnicht so weit waren, wie wir eigentlich dachten, haben wir eine Mittagsrast gemacht und sind dann gegen um 2 wieder umgekehrt.
Anika im Tiefschnee - habe erfolgreich meine Flasche zurückerobert, die mir der Wind von unserem Picknickplatz entwendet hatte!


War aber auch nicht schlimm, denn auf dem Rückweg (den wir ja schon kannten und auf dem es hauptsächlich bergab ging) konnten wir mal wieder so richtig Kinder sein! (Ok, ich gebe zu, das größte Kind war ich ;-))
Ob Schneeballschlachten, Schneeball-Zielwerfen oder gegenseitiges Einseifen, alles war dabei.
Revanche! :-)

Und ich hab mich einen Hang runtergekullert! :-)
War echt toll! Da kam Winter- und Weihnachtsstimmung auf! Nicht schlecht, so zum Nikolaus.

Voilà, mein neuer Hut!
Passt man sogar zu zweit drunter :-)

Den Rückweg legten wir gemütlich zurück, leider zogen sich die letzten 5 km Straße etwas, und um 5 waren wir wieder zurück am Auto. Auf der Rückfahrt bietete sich uns noch ein tolles Panorama von schneebedeckten Bergen vor gelb-rosa-lila Himmel nach dem Sonnenuntergang. Der Himmel hier ist abends echt der Hammer!

Ich muss sagen, dass es mich selbst überrascht, dass ich plötzlich ein so aktiver Wanderer geworden bin. Aber die Bedingungen hier sind halt auch einfach super!
Die Berge sind nicht weit weg, und es sind immer andere Wanderlustige zu finden.
Gut, das ist im Prinzip auch zu Hause der Fall... aber im Erzgebirge hat man nicht so eine tolle Sicht ;-) Und ich glaube der Hauptfaktor ist einfach die Zeit - denn die haben wir hier! Hier gibt es keinen, der am Wochenende heimfährt, es gibt keine Spiele oder Konzerte, und man muss auch kaum was für die Uni machen. Beste Voraussetzungen also! :-)

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