Juhu, am Wochenende ging es endlich nach Avalon!
Für die, die damit nichts anfangen können, einen kurze Erklärung: Avalon ist ein Ort an der Atlantik-Küste in Bundesstaat New Jersey. Es liegt auf einer dem Land etwas vorgelagerten Insel, d.h. zwischen der langen, schmalen Insel ("Seven-Mile-Beach") und dem Festland ist eine sogenannte "Bay", eine Art Bodden. In Avalon wurden vor etwa 100 Jahren Sommerhäuser gebaut. Und eins davon gehört der Penrose-Familie.
Im Winter ist keiner dort, aber im Sommer trifft man immer jemanden in der "Monstrosity" an. Als ich in Maryland gelebt habt, waren wir 3 oder 4 mal in Avalon, und ich habe es geliebt! Das Urlaubsflair, der Strand und der Atlantik, und dass jeder so entspannt ist! Es wird viel gelesen, Spiele gespielt oder einfach erzählt. Die Tage in Avalon zählen zu meinen schönsten während meines Austauschjahres.
Und am Wochenende ging es wieder hin!
Wir haben allerdings nicht in der Monstrosity übernachtet, weil Gradmom nicht schon im März mit Putzen und Bettenmachen anfangen wollte. So haben Judy und ich bei Onkel Bob und Tante Josepha, die in der Nähe wohnen, übernachtet, und Grandmom, Grandad und Memar (Grandmom's Schwester, also Großtante) in einer Pension in Avalon.
Als ich Samstag früh aufgewacht bin, hat es geregnet :-( Das Wetter hat sich aber zum Glück dann noch leicht verbessert, dass es nur noch genießelt/gesprüht hat. Und so haben wir dem Wetter getrotzt und sind trotzdem zum Haus und an den Strand gegangen – es war so toll wieder dort zu sein! :-)
Vor 2 Wochen stand ich am anderen Ende der USA, und hab auf den Pazifik geschaut - nun konnte ich Europa winken!
Wir sind dann an der Küste entlang gen Süden gefahren. Dabei sind wir durch mehrere Orte gekommen, die Avalon ähnlich sind, und die im Sommer überlaufen sind.
An der Südspitze von New Jersey angekommen, haben wir einen 50 m hohen Leutturm erklommen, was trotz der eingeschränkten Sicht toll war!
Bereits am Freitag hatte ich mich mit Josepha in Philadelphia getroffen (bin ganz un-amerikanisch mit dem Zug in die Stadt gefahren), und wir haben die Innenstadt erkundet. Sind einfach bissl durch die Gegend gelaufen, war sehr schön!
Sonntag Vormittag, nachdem mal wieder Verabschieden an der Reihe war, hat mich Judy dann nach Montclair gefahren. Das ist ein Ort ca. eine halbe Stunde westlich von Manhattan, kann man schon fast als Vorort von New York sehen. Dort geht meine "Cousine" Maeve (die Tochter von Bob und Josepha) zur Uni. Und hier werde ich meine restliche Zeit verbringen, bis ich am Dienstag Abend in New York sein werde und (hoffentlich) auf meine Mitstreiter treffen werde.
Gestern Abend kam sogar Maeve's Schwester Amanda vorbei (ihre Uni ist ca. 30 Min. weg von hier), so konnte ich auch sie mal wieder sehen!
Ein bisschen was vom amerikanischen Uni-Leben konnte ich schon gestern Abend erleben: Es kamen ein paar Freunde zu uns, und wir haben amerikanisches Bier getrunken, amerikanische Trinkspiele gespielt und viel Spaß gehabt!
Ach ja, und kurz nach Mitternacht ging plötzlich der Feueralarm los – das hieß, allemann raus aus dem Haus und draußen sammeln. War sehr lustig, wie alle da draußen standen, viele im Schlafanzug und was Warmen drüber. Die Feuerwehr kam, und nach 15 Minuten durften wir wieder rein – Fehlalarm. Das passiert hier wohl immermal.
Heute Nachmittag werde ich dann auch die Uni kennenlernen, und ich geh mit Maeve zu ihrem Seminar. ("Deutsche Literatur" – nur leider werden sie heute über das Kommunistische Manifest reden – da kann ich nicht mitreden!).
Mittlerweile bin ich wieder total in der englischen Welt angekommen – ich muss Umschalten, um deutsch reden/schreiben zu können. Meine Gedanken sind wieder auf englisch – ein tolles Gefühl! :-)
Mir geht es wie immer gut, und ich genieße die letzten "Urlaubstage", bevor dann in New York das Arbeiten losgeht.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen