Sonntag, 8. November 2009

Kartharer-Burgen

Zwei Tage sind wir auf den Spuren der Katharer gewandelt und haben deren eindrucksvolle Burgen besucht.

Das erste Highlight war der Mittwoch, weil wir uns da ein Auto ausgeliehen haben. Ist schon praktischer als Bus oder Fahrrad, man ist flexibel und kann fahren und v.a. halten wann und wo man will!

Mit unserem kleinen Flitzer machten wir uns auf in die Berge. Das erste Ziel war die Burg Quéribus. Schon die Fahrt dorthin, durch herbstliche Weinfelder, war sehenswert.
Genauso wie die Burg, die ehemals der Verteidigung diente: ganz oben auf den Felsen thronend hatte man eine 360-Grad-Sicht.
Die Herbststürme waren dort oben noch stärker, irgendwie hat es richtig dazu gepasst. Aber man musste schon ganz schön aufpassen!
Im Hintergrund ein "arc-en-ciel" (Regenbogen, neue Vokabel), unser ständiger Begleiter an diesem Tag. Und eine vom Wind "aufgeblasene" Mutti - an dieser Stelle war er am stärksten, man musste sich wirklich festhalten!

Anschließend ging es weiter zur nicht weit entfernten und viel größeren Burg Peyrepertuse. Es war beeindruckend, die Ruinen zu besichtigen... man kann sich kaum vorstellen, wie so etwas vor etwa 800 Jahren gebaut wurde!
Der Blick zurück zum Château Quéribus.
Eine alte Toilette :-)

Wir sind dann weiter an Bergen entlang und durch wunderschön Herbstlandschaften in Richtung Süden gefahren, denn ich wollte gern noch nach Castelnou.

Auf dem Weg dorthin mussten wir über zwei Bergketten, eine eher felsig und die andere voll mit Korkeichen. Unterwegs haben wir einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt gemacht, von wo aus wir einen Blick von den Bergen bis zum Meer und über Perpignan hatten, sowie die Burg Queribus, von der wir kamen und das Tal des Têt, wo wir hinwollten, sehen konnten.

Am späten Nachmittag erreichten wir dann das kleine Dörfchen Castelnou. Es besteht aus einer kleinen Burg, die auf einem Hügel steht, sowie kleinen alten Häuschen, die sich unterhalb an den Hügel drängen.
Auch wenn die kleinen Lädchen und Atelliers nicht geöffnet waren, konnten wir das Flair der kleinen Gassen genießen.

Nach rund 200 km haben wir am Abend das Auto wieder zurückgegeben - es war ein toller Tag! :-)


Am Donnerstag ging es dann per Zug (wir haben wirklich jedes Verkehrsmittel mal genutzt) zur wohl bekanntesten und größten Burg der Katharer in Carcassonne.

Da ich im September schon mal dort war, konnte ich Mutti die tollen Ecken zeigen und mal wieder "Reiseleiter" spielen ;-)


Wir haben zunächst die Festung innerhalb der großen Anlage (die zwar von außen wie eine einzige Burg aussieht, innen aber eher einer alten Stadt ähnelt) besucht und sind dann auf den Festungsmauern entlang gelaufen - mit Blick nach innen und nach außen.
Die "Cité", die Festungsstadt.
Das Herbstliche Umfeld der Burg Carcassonne.

Da die Burganlage mehrere vorgelagerte Mauern und Gräben besitzt, mussten wir auch die alle erkunden und sind daher insgesamt mehrere Male um die Burg herumgelaufen - mann darf ja nichts verpassen! :-)
Suchbild: Wo ist Anika?

Zwischendrin sind wir auch die Gassen entlang gebummelt, haben die Kirche angesehen etc.

Außerdem habe ich eine andere deutsche ERASMUS-Studentin getroffen, die ebenfalls mit ihren Eltern unterwegs war - man ist eben nirgendwo sicher vor den Deutschen! ;-)

Als wir abends mit dem Zug zurückgefahren sind, konnten wir noch einen tollen Blick auf die im Dunkeln erleuchtete Burg erhaschen - ist schon gewaltig und wunderschön!

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