Dienstag, 31. März 2009

College

Jetzt hab ich er also tatsächlich an ein amerikanisches College (= Uni) geschafft. Und am liebsten würd ich noch ein Stück bleiben! ;)
Außer dem Feiern am Sonntag Abend hab ich gestern auch "normales" Unileben erlebt. Maeve hat mir den Campus gezeigt, und ich war mit in ihrem Seminar. Und jetzt geht es mir wieder so, wie vor 4 Jahren, als ich aus Maryland zurückkam: Am liebsten würde ich hier studieren! Die Unis hier sind einfach wunderschön. Es sind allesamt Campus-Unis, nicht über eine Stadt verteilt wie die meisten in Deutschland. Das heißt, alle Gebäude sind nah beieinander, dazwischen viel Wiese und viele Bänke, und Fußwege. Straßen und Autos gibt es innerhalb des Campus garnicht.
Auch was das Wohnen angeht, ist es ganz anders als in Deutschland. Wir sind ganz schön verwöhnt in der Hinsicht, muss ich sagen. Hier ist es ganz normal, dass man im ersten und oft auch im zweiten Jahr in einem "Dorm", einem Wohnheim, wohnt. Und dort gibt es nur 2er- oder 3er-Zimmer! Einerseits bin ich froh, dass ich mir nie mit jemandem das Zimmer teilen musste... aber andererseits ist es sicher auch ne tolle Erfahrung. Man lernt im Wohnheim ganz viele Leute kennen, und der "Room Mate" (Mitbewohner) wird meist ein enger Freund. Mittlerweile wohnt Maeve in einer WG. Aber auch die gehört zur Uni, und ist bereits möbliert. In 3 Zimmern wohnen 4 Leute, und die Zimmer sind klein und bestehen aus Bett, Schreibtisch, Schrank und Kommode. Aber auch das geht!

Seit gestern ist das Wetter zum Glück wieder besser. So hat es Spaß gemacht, auf dem Campus herumzulaufen. Wir befinden uns hier ca. 20 km (Luftlinie) westlich von New York City, und auf einem Hügel - und so kann man tatsächlich die Skyline Manhattans sehen!! Super toll!

Nachdem wir abend Pizza und danach noch Eis essen waren, sind wir nochmal in eins der Uni-Gebäude in die oberste Etage, und haben auf ein beleuchtetes New York bei Nacht geschaut - es war einfach nur wunderschön!
Danach saßen Maeve, ihr Freund Mike (beides Geschichtsstudenten) und ich noch bis um 1 zusammen und haben erzählt... vor allem über geschichtliche Themen wie 2. Weltkrieg, Kalter Krieg etc. - klingt vielleicht langweilig, aber es war super! :-)

Heute bin ich tagsüber noch hier, und Abend fahr ich mit dem Zug nach New York, hoffe dann, das Hotel zu finden, und hoffe weiterhin, dann auf meine restliche Chemnitzer Delegation zu treffen, die sich jetzt grad irgendwo über dem Atlantik befindet.

Sonntag, 29. März 2009

Am Meer (und mehr)

Juhu, am Wochenende ging es endlich nach Avalon!

Für die, die damit nichts anfangen können, einen kurze Erklärung: Avalon ist ein Ort an der Atlantik-Küste in Bundesstaat New Jersey. Es liegt auf einer dem Land etwas vorgelagerten Insel, d.h. zwischen der langen, schmalen Insel ("Seven-Mile-Beach") und dem Festland ist eine sogenannte "Bay", eine Art Bodden. In Avalon wurden vor etwa 100 Jahren Sommerhäuser gebaut. Und eins davon gehört der Penrose-Familie.

Im Winter ist keiner dort, aber im Sommer trifft man immer jemanden in der "Monstrosity" an. Als ich in Maryland gelebt habt, waren wir 3 oder 4 mal in Avalon, und ich habe es geliebt! Das Urlaubsflair, der Strand und der Atlantik, und dass jeder so entspannt ist! Es wird viel gelesen, Spiele gespielt oder einfach erzählt. Die Tage in Avalon zählen zu meinen schönsten während meines Austauschjahres.

Und am Wochenende ging es wieder hin!


Wir haben allerdings nicht in der Monstrosity übernachtet, weil Gradmom nicht schon im März mit Putzen und Bettenmachen anfangen wollte. So haben Judy und ich bei Onkel Bob und Tante Josepha, die in der Nähe wohnen, übernachtet, und Grandmom, Grandad und Memar (Grandmom's Schwester, also Großtante) in einer Pension in Avalon.

Als ich Samstag früh aufgewacht bin, hat es geregnet :-( Das Wetter hat sich aber zum Glück dann noch leicht verbessert, dass es nur noch genießelt/gesprüht hat. Und so haben wir dem Wetter getrotzt und sind trotzdem zum Haus und an den Strand gegangen – es war so toll wieder dort zu sein! :-)

Vor 2 Wochen stand ich am anderen Ende der USA, und hab auf den Pazifik geschaut - nun konnte ich Europa winken!


Wir sind dann an der Küste entlang gen Süden gefahren. Dabei sind wir durch mehrere Orte gekommen, die Avalon ähnlich sind, und die im Sommer überlaufen sind.


An der Südspitze von New Jersey angekommen, haben wir einen 50 m hohen Leutturm erklommen, was trotz der eingeschränkten Sicht toll war!


Abends waren wir dann noch in einem tollen, alten Restaurant essen. (Das Essen kommt hier auf keinen Fall zu kurz, ich glaub dieses Mal nehm ich wirklich zu.)

Bereits am Freitag hatte ich mich mit Josepha in Philadelphia getroffen (bin ganz un-amerikanisch mit dem Zug in die Stadt gefahren), und wir haben die Innenstadt erkundet. Sind einfach bissl durch die Gegend gelaufen, war sehr schön!

Sonntag Vormittag, nachdem mal wieder Verabschieden an der Reihe war, hat mich Judy dann nach Montclair gefahren. Das ist ein Ort ca. eine halbe Stunde westlich von Manhattan, kann man schon fast als Vorort von New York sehen. Dort geht meine "Cousine" Maeve (die Tochter von Bob und Josepha) zur Uni. Und hier werde ich meine restliche Zeit verbringen, bis ich am Dienstag Abend in New York sein werde und (hoffentlich) auf meine Mitstreiter treffen werde.

Gestern Abend kam sogar Maeve's Schwester Amanda vorbei (ihre Uni ist ca. 30 Min. weg von hier), so konnte ich auch sie mal wieder sehen!


Ein bisschen was vom amerikanischen Uni-Leben konnte ich schon gestern Abend erleben: Es kamen ein paar Freunde zu uns, und wir haben amerikanisches Bier getrunken, amerikanische Trinkspiele gespielt und viel Spaß gehabt!

Ach ja, und kurz nach Mitternacht ging plötzlich der Feueralarm los – das hieß, allemann raus aus dem Haus und draußen sammeln. War sehr lustig, wie alle da draußen standen, viele im Schlafanzug und was Warmen drüber. Die Feuerwehr kam, und nach 15 Minuten durften wir wieder rein – Fehlalarm. Das passiert hier wohl immermal.


Heute Nachmittag werde ich dann auch die Uni kennenlernen, und ich geh mit Maeve zu ihrem Seminar. ("Deutsche Literatur" – nur leider werden sie heute über das Kommunistische Manifest reden – da kann ich nicht mitreden!).


Mittlerweile bin ich wieder total in der englischen Welt angekommen – ich muss Umschalten, um deutsch reden/schreiben zu können. Meine Gedanken sind wieder auf englisch – ein tolles Gefühl! :-)

Mir geht es wie immer gut, und ich genieße die letzten "Urlaubstage", bevor dann in New York das Arbeiten losgeht.

Donnerstag, 26. März 2009

Anika ständig unterwegs - wie immer - und es ist super!

Wie schnell die Tage hier vergehen - die Hälfte meiner Zeit in Philadelphia ist schon fast wieder um! Aber ich bin auch super ausgeplant - es macht total viel Spaß!

Es ist voll toll, wieder an der Ostküste der USA zu sein! So sehr ich Arizona mag, und die Häuser und alles dort wunderschön finde - die Ostküste symbolisiert für mich das alte, ursprüngliche, "richtige" Amerika. Auch wenn ich hier 2 Stunden von Maryland weg bin, erinnert doch alles sehr daran. Die Vegetation, die Häuser, die Grundstücke... es ist doch alles sehr ähnlich.
Macht auch Sinn! Sowohl Maryland als auch Pennsylvania gehörten zu den 13 Kolonien, die sich 1776 von England unabhängig erklärt haben, und 1787 die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet haben. Und bereits lang davor haben sich hier die Settler niedergelassen. Wenn auch jung für europäische Verhältnisse, kann man die Ostküste als das "alte Amerika" sehen. Erst im 19. Jahrhundert begann die Westausdehnung. Man muss sich vor Augen halten, dass selbst Californien eher (von den weißen Amerikanern) besiedelt wurde als Arizona - der Goldrausch führte dazu. Aber auch das ist logisch - wer will schon mitten in der Wüste wohnen? Phoenix wurde erst Ende des 19. Jahrhundert gegründet, und erst 1912 wurde Arizona Bundesstaat der USA (vorher Mexiko) - als 48. Staat, nur noch gefolgt von Alaska und Hawaii. Dass also dort alles anders und vor allem neuer ist, ist logisch. Und dort hat man Platz! Die Highways dort sind mindestens 4-spurig (in eine Richtung, also 8 insgesamt), während an der Ostküste viele nur 2 Spuren in jede Richtung haben.
Sorry für diesen kurzen Ausflug in die Geschichte - aber mir ist das in den letzten Tagen extrem bewusst geworden. Klar kannte ich die Geschichte davor, und war schon an der Ostküste sowie in Arizona - aber erst jetzt hab ich so richtig darüber nachgedacht.

Ich finde die Gegend hier voll schön! Mann kann sie ein wenig mit dem Vogtland vergleichen. Sehr hügelig, Wälder, Felder, viel Grün. Allerdings mehr Laubbäume (wunderschön im Frühling und Herbst) - nur das Wetter gefällt mir hier besser: Im Winter Schnee, aber im Sommer wird's auch wirklich warm, und hält an. Ostseitenwetter ist super!

Hier sind ein paar Bilder (allerdings keine Landschaft) aus der Gegend:

Ok, nun etwas zu meinen letzen Tagen. Am Montag Nachmittag/Abend bin ich mit Judy zu Grandmom und Grandad gefahren, sie wohnen etwa 30 Minuten weg. Es gab Abendessen bei ihnen, und dann ist Judy wieder heim. Ich bin für 2 Nächte bei ihnen geblieben.

Ich liebe es in ihrem Haus zu sein. Und am liebsten würde ich eine Zeitreise unternehmen, und das Leben dort vor 30-40 Jahren sehen. Dann würden in dem tollen Haus mit 7 Schlafzimmern und einem tollen großen Wohnzimmer+Esszimmer mindestens 6 Kinder rumtoben (ingesamt haben sie 8 Kinder, aber die waren nie alle zur gleichen Zeit daheim), jeder hat eine tolle Zeit, und ich würde die Großeltern jung sehen - etwas, was ich mir schwer vorstellen kann ;) Sie leben seit 1962 in diesem Haus, und abgesehen von den mindestens 50 Fotos, die überall rumstehen, erzählt irgendwie jeder Raum irgendwelche Geschichten. Voll toll! :)

Am Dienstag Vormittag bin ich mit Grandmom und Grandad und (Großtante) "Memar" nach Philadelphia reingefahren. Hier muss ich nochmal kurz in die Geschichte ausweichen: Philly war die erste wichtige Stadt (ich glaube sogar Hauptstadt) der USA; hier wurde die Unabhängigkeitserklärung geschrieben und die Verfassung ausgehandelt und verfasst sowie unterschrieben. Das alles geschah in der "Independence Hall" - hier zu sehen mit der "Liberty Bell", die zu diesen Feierlichkeiten geläutet wurde.

Neben diesen historischen Gebäuden, die ich vor 4 Jahren schonmal besichtigt habe, wurde vor ein paar Jahren das "National Constitution Center" gebaut - ein Museum über die amerikanische Geschichte, oder besser, die Geschichte der USA (seit Staatsgründung).

Dieses Museum haben wir besucht. Und es war super! Total modern, interaktiv, sehr interessant gemacht - sowohl die Aufmachung des Museums als auch der "Inhalt" haben mich total fasziniert - ich hätte Stunden dort bleiben können! ;) Aber ich wollte die anderen nicht zu lange aufhalten, so waren es nur 2.
Danach haben wir uns mit Andy und Chrissie zum Mittag getroffen, das war toll. Als wir wieder zu Hause waren, habe ich die Sonne und die Zeit genutzt, um ein bissl in der Gegend rumzulaufen - mir gefällt das alles total! Außerdem musste das viele Essen abgelaufen werden - denn abends ging es schon wieder in ein Restaurant! Den Abend haben wir 3 gemütlich im Wohnzimmer verbracht - und jeder hat sein Buch gelesen. Ich finde das wunderschön, überhaupt nicht ungesellig, wie man denken könnte. Auch etwas, was ich total toll finde an der Penrose-Familie!
Heute Vormittag war relaxen angesagt, und Mittag wurde ich zu Carolyn gebracht, einer der vielen Tanten. Sie wohnen in einer wunderschönen Gegend in Delaware.
Sie wohnen in einem total schönen, "kleinen" (für amerikanische Verhältnisse) Haus auf dem Grundstück von Carolyns Schwiegereltern.
Zusammen mit Charlie (2), Matthew (8) und Katie (10) haben wir einen tollen Nachmittag verbracht. Unter anderem sind wir zu einem tollen Park mit einem klasse Blumen-/Orchideenhaus gefahren - oh Mutti, das wär was für dich gewesen! Und selbst ich fand es super! ;-)

Zum Abendbrot kam dann noch meine "Lieblingstante" Laurie vorbei, die am Sonntag leider nicht mit da war, sowie Judy, die mich danach wieder mit zu ihr genommen hat.
Morgen hat ihr Mann Ned Geburtstag und muss nicht auf Arbeit, da machen wir 2 uns einen schönen Tag. Und am Freitag Abend geht es nach Avalon, an den Atlantik! Ich freu mich so drauf! (Genau wie damals, jedes mal wenn wir hingefahren sind. Oh Mann... manchmal bin ich schon bissl neidisch auf die Familie... aber ich kann ja wenigstens manchmal ein Teil davon sein, und das ist einfach was super tolles!)

Montag, 23. März 2009

"Zu Hause"

Wow... ich bin wieder bei meiner amerikanischen Großfamilie! Und keiner kann es glauben, dass es 4 (!) Jahre her ist, dass wir uns nicht gesehen haben - es könnte auch nur letzte Woche gewesen sein. Die Kinder sind natürlich gewachsen, und es war toll, sie wieder sehen zu können. Und seitdem ich das letzte Mal hier war, gibt es 3 neue Gesichter, voll süß!
Gestern gab es in Judys Haus eine große Party, wo sämtliche Familienmitglieder, die hier in der Nähe wohnen, da waren - wir waren 22 Mann! :) Und ich wurde total herzlich empfangen, jeder wollte wissen wie's mir geht, und es war einfach nur wunderschön! Zurück in Familie - meiner anderen ;) Total süß war, als Chrissie ihrer 3,5-jährigen Tochter Marie versucht hat zu erklären, wer ich bin: "Das ist Anika. Sie ist... naja, sie ist sowas wie deine Cousine... ach was, sie ist deine Cousine! Sie ist deine deutsche Cousine!"
Ich hätte es nicht besser treffen können mit meiner Gastfamilie!!! *freu*

Nachdem wir am Freitag Sascha zum Flughafen geschafft haben, haben wir den Nachmittag einfach zu Hause verbracht, faul sein und so :)
Abends wurde dann nochmal gegrillt, und wir haben eine Runde Whirlpool genossen - traumhaft, unter Sternenhimmel! :) Und dann haben wir noch WIzard gespielt, ein tolles Kartenspiel, was ich ihnen aus Deutschland mitgebracht habe. War ein wunderschöner letzter Abend!
War voll schade, dass ich am Samstag schon wieder fort musste... die 2 Wochen mit den Artlottis waren wie immer toll, und sie vergingen wie immer viel zu schnell.
Naja, aber es ging weiter... ich bin nach Philadelphia (Pennsylvania) geflogen. Dort hat mich (Tante) Judy vom Flughafen abgeholt, und wir sind zu ihr nach Hause. Und ab dann begann meine Zeit hier an der Ostküste. Gestern wie gesagt die große Party. Vorhin bin ich mit Judy in einen Stadtteil hier in der Nähe gefahren, der ziemlich alt ist - sehr niedlich! Fotos folgen. Und jetzt fahren wir gleich zu Grandmom und Grandad, bei denen ich 2 Nächte bleiben werde. Die Zeit mit ihnen ist auch schon ausgeplant - Langeweile kommt nicht auf! ;)
Ich melde mich wieder, wenn ich dazu komme!
Und genieße meine Zeit hier :)

Freitag, 20. März 2009

Los Angeles

Hollywood, Beverly Hills, Santa Monica, Venice Beach, Downtown L.A., Huntington Beach...
und all das in 3 Tagen! Unser Abstecher nach Californien war viel toller, als wir erwartet haben, und ein voller Erfolg!
Aber der Reihe nach...

Am Montag früh um 7 hat uns Dan zum Flughafen gefahren, wo wir unseren Mietwagen abgeholt haben. Da erwartete uns die erste Überraschung! Wir hatten die kleinste Wagenklasse gemietet, und dachten, wir werden mit nem Fiat Punto oder sowas nach Californien düsen - aber weit gefehlt! Solche Autos gibt es in den Staaten garnicht! ;) Als wir zu den Economy-Autos kamen, von denen wir uns dann eins raussuchen konnten, staunten wir nicht schlecht... und suchten uns einen schönen Mazda 3 aus, der uns sicher nach L.A. und wieder zurück brachte.

Kurz vor 8 machten wir uns auf in den Westen... die Interstate 10 führte uns bis nach Santa Monica, wo wir übernachtet haben.

Etwa 5 Stunden lang war das Fahren nicht besonders spannend... es ging ziemlich gerade hin, und rechts und links der Straße war mehr oder weniger nur Wüste und ein paar Berge.

Unser Auto hatte glücklicherweise einen Tempomat, und so konnten wir das Fahren ganz entspannt angehen (man darf ja auch nicht schneller als 120)... ... man kann sogar mal die Beine hochlegen! ;)

Etwa nach 2,5 Stunden haben wir die Grenze erreicht und wurden in Californien begrüßt. Der einzige Unterschied: statt 75 jetzt nur noch 70 Meilen/Stunde (115 km/h).

Unterwegs haben wir sogar Schnee gesehen!

Und als wir in den Großraum L.A. gekommen sind, wurde die Landschaft grüner, es gab Bäume und vor allem auch Palmen.

In Los Angeles kamen wir dann in dichteren Verkehr und standen auch immermal, aber es war nicht zu schlimm. Dabei konnten wir erste Blicke auf Downtown L.A. (also die Innenstadt) und das Hollywood-Zeichen (weit weit weg) erhaschen.

16 Uhr sind wir in Santa Monica angekommen. Parken und Hostel beziehen ging schnell und ohne Probleme - und dann ging's ab an den Strand! Es war super, wir mussten nur 5 Minuten laufen und schon waren wir am Meer.
Der Pazifik... und irgendwo am anderen Ende Asien! ;)
Und nächste Woche werde ich am anderen Ende der USA stehen und über den Atlantik nach Europa schauen! :)

Mit Santa Monica haben wir es wirklich gut getroffen, es kam richtiges Sommerurlaubs-Flair auf. In der nächsten Straße nach unserem Hostel gab es eine Art Promenade mit vielen Geschäften und kleinen Restaurants und Cafés, voll schön. Dort haben wir die Abende verbracht.

Der Sonnenuntergang durfte natürlich auch nicht fehlen!

Am Dienstag war dann der große Tag... auf ging es, Hollywood und die Beverly Hills zu erkunden!

Reichlich eine Stunde sind wir mit dem Bus reingefahren, und dann standen wir auf dem Hollywood Boulevard.

Hier steht das Kodak Theatre, wo jedes Jahr die Oscars vergeben werden.

Daneben ein weiteres Theater, das Chinese Theatre, und davor die Hand- und Fußabdrücke vieler Stars. Hier nur eine Auswahl:

Als wir dann die Straße entlanggeschlendert sind, haben wir die unzähligen Sterne unter unseren Füßen bestaunt.

Den Boulevard entlang zu laufen war ja schön, aber am liebsten hätten wir auch mal die Hills gesehen, wo die ganzen Stars wohnen... und so haben wir ganz spontan entschieden, an einer Rundfahrt teilzunehmen. Und das hat sich auf jeden Fall gelohnt! In der anderthalben Stunde sind wir durch wunderschöne Straßen gefahren und haben tolle Ecken gesehen, in die wir sonst nie gekommen wären. Auch wenn ich keinesfalls verrückt danach bin, irgendwelche Stars zu sehen, war es mal interessant, ein paar ihrer Häuser zu sehen. Und die ganzen Beverly Hills, wo die meisten wohnen, sind einfach wunderschön, da ist so viel Grün...

Eine der Nobelstraßen, wo die Stars einkaufen:

Viel Natur:

Steven Spielbergs Haus:
Hier wohnt Britney Spears:
Ein toller Blick auf Los Angeles:
Wiederum kurz entschlossen haben wir uns nach der Tour in die U-Bahn gesetzt und sind 15 Minuten in die Innenstadt gefahren. Nach einem kurzen Blick auf die Karte haben wir das Finanzviertel angesteuert, in der Hoffnung, dort die tollen Hochhäuser vorzufinden... und wir wurden nicht enttäuscht! :) Hier hat sich die Anika wohl gefühlt ;)
Klar gibt's Hochhäuser auch in anderen Städten...
...aber solche Palmen-Bilder werd ich in New York definitiv nicht machen können.
Nach den 10 Stunden Power-L.A.-Erkunden haben wir den Saint-Patricks-Day gemütlich in einer Bar ausklingen lassen - wie sich das gehört mit grünen T-Shirts :)

Der Mittwoch stand dann ganz im Sinne von Strand.
Am Vormittag sind wir am Strand entlang etwa 30 Minuten zu Venice Beach gelaufen.

Ein sehr bekannter Strand, mit schöner Promenade... abends ist da sicher viel los. Es war traumhaft, mitten im März einen Strandspaziergang zu machen! Das Wasser war allerdings sehr kalt, wir haben uns nicht hineingetraut.

Nachdem wir wieder zurück waren, ging es ab ins Auto, und wir sind nach Huntington Beach gefahren. Es war erst 14 Uhr, deshalb waren die Straßen nicht sehr voll. Der San Diego Freeway hat uns ca. 45 Minuten nach Süden gebracht, und dann waren wir an dem Ort, wo das Surfen begann (und wo Jürgen Klinsmann seine Villa hat). Ein sehr schönes kleines Städtchen, und ein großer Strand! Und natürlich Wellen... an dem Tag allerdings nicht extrem groß.

Wir haben uns an den Strand gelegt, und dort erst mal ein Nickerchen gehalten, war traumhaft in der Sonne! :)
ein Traum für jeden Beach-Volleyballer: über 20 Felder!!

ich glaub das findet man nur in Huntington Beach

Danach noch bissl Bummeln, und halb 6 haben wir uns dann wieder auf den Weg nach Phoenix gemacht. Glücklicherweise konnten wir die Innenstadt umfahren, und haben stattdessen einen Highway durch wunderschöne Landschaft genommen, das sogenannte Orange Country ("O.C. California"). Tja, und dann hieß es wieder fahren, fahren, fahren. Zum Glück konnten wir uns abwechseln, und so waren wir schließlich nachts um 1 wieder bei den Artlottis.

Alles in allem war es ein traumhafter Ausflug; wir hatten 3 tolle Tage! Als Dan uns noch warnte, dass L.A. total riesig und weitläufig und nicht so schön ist, haben wir garnicht so viel erwartet - und waren sehr positiv überrascht! Das beste war, dass wir Stadt und Meer so toll verbinden konnten. Auch mit dem Hostel und dem Mietwagen hat alles gut geklappt, einfach super! :)

Das Auto haben wir noch einen Tag länger behalten, sodass wir gestern flexibel waren. So ging es nochmal zur Mall zum Shoppen! ;) Das Highlight des Tages war wohl der Besuch im Apple-Store... wo Sascha sich ein kleines Souvenier geholt hat:

Abends waren wir nochmal alle zusammen Essen... anknüpfend an meine letzten Besuche in Amerika haben wir die Arlottis ins Rainforest Cafe eingeladen - das ist ein ganz tolles Restaurant, in dem man sich wirklich wie im Urwald fühlt.

Heute (Freitag) Mittag haben Dan und ich Sascha zum Flughafen gebracht - er macht sich jetzt wieder auf den Weg ins kalte Deutschland.
Für mich geht es morgen Nachmittag weiter... zwar noch nicht wieder nach Deutschland, aber trotzdem in die Kälte... leider. Ich fliege nach Philadelphia, wo ich weitere "Gastverwandte" besuchen werde - freu mich schon total drauf!