Samstag, 1. Januar 2011

Las Vegas

Das war eine tolle Überraschung: Kurz bevor ich nach Phoenix kam, hab ich erfahren, dass wir alle zusammen einen Ausflug nach Las Vegas machen werden!

Am Dienstag Nachmittag haben wir uns auf den Weg gemacht, es waren ca. 5 Stunden im Auto. An der Grenze zum Bundesstaat Nevada haben wir eine Stunde Zeit gewonnen, da wir plötzlich in der Pacific Time Zone waren. Zum ersten mal hab ich eine Zeitzonengrenze nicht im Flugzeug übertreten!

Abends kamen wir an... Las Vegas ist wie Phoenix eine Stadt, die mitten in die Wüste gebaut wurde: selbst ganz flach, allerdings umgeben von hohen Bergen. Und schon von Weitem hat man den "Strip" gesehen, den Las Vegas Boulevard, wo die ganzen großen Hotels und Casinos stehen.

Vegas ist wie eine eigene Welt, in vielerlei Hinsicht. Zum einen repräsentieren die Hotels verschiedenste Städte, wie New York, Paris oder Rom, und sind jeweils eine Stadt oder ein Erlebnispark für sich, mit komplett unterschiedlichen Themen: In jedem befindet sich ein großes Casino, Restaurants, Geschäfte, mindestens ein großes Theater und dann Museen, Tiergehege, Zirkus etc... eine künstliche Stadt, bestehend aus vielen künstlichen Städten, irgendwie total unreell! Wenn man den Strip entlangläuft, vor allem abends, weiß man garnicht, wo man zuerst hinschauen soll... so viele Leute, so viel Licht, so viel Geblinke, laute Musik etc. .... ein bisschen wie am Times Square in New York, Reizüberfluss und totaaal beeindruckend!!
Auch in anderer Hinsicht wirkt Vegas schon fast wie ein Staat für sich, denn so vieles ist anders als im Rest der USA: In den Casinos kann geraucht werden, überhaupt kann (und muss, um in die Hotels zu kommen) jeder in die Casinos rein, auch Kinder, und es wird nicht nach dem Ausweis gefragt! Außerdem ist Vegas (neben dem Christkindlmarket in Chicago) wohl der einzige Ort in Amerika, wo man offen auf der Straße Alkohol trinken darf.



Wir haben im Las Vegas Hilton übernachtet, 2 Querstraßen vom Strip entfernt, eines der 25 größten Hotels der Welt (laut Wikipedia, 2009).

Blick aus unserem Hotelzimmer.
Links: das Nordende vom Strip. Rechts und am Horizont: überall Berge

Am Mittwoch haben wir uns, nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel, zu Fuß auf den Weg zum Strip gemacht und einfach alles auf uns wirken lassen. Dabei haben wir vor allem das Nordende erkundet, etwa bis zur Hälfte.

Treasure Island (Schatzinsel) mit Piratenschiff davor, wo im Sommer auch tolle Vorführungen stattfinden

The Mirage (Fata Morgana) mit Springbrunnen davor und einem Vulkan, der allabendlich ausbricht

Casino Royale
Das Flamingo, eines der ältestens Hotels

mit echten Flamingos


Caesar's Palace
das dazugehörige Einkaufszentrum, Forum Shops


Weihnachtsschmuck

The Bellagio. Die Wasserspiele, die Abends davor stattfinden, wurden wegen zu starkem Wind leider abgesagt.
weihnachtlicher Schmuck im Inneren
Bellagio (links) und Caesar's Palace

eins, was mir am besten gefallen hat: Paris
Triumphbogen

Innenansichten von Geschäften und dem Casino - beeindruckend!

Das Venetian (Venedig), eines der beeindruckendsten Hotels
ich war zwar noch nie in Venedig, aber ziemlich genau so stelle ich es mir vor

Gondoliere sogar im Inneren!



Am Nachmittag kam dann das Highlight unseres Ausflugs: Eine Aufführung der Blue Man Group im Venetian. Kurzweilig, alle Sinne ansprechend und einfach nur super!!

Anschließend sind wir im Dunkeln an den Casinos und Hotels vorbeigeschlendert... wenn die Lichter an sind, wirkt das alles noch viel mehr!

Am Donnerstag Vormittag haben wir uns dann noch das Südende vom Strip vorgenommen, wo es auch nochmal tolle, große Hotels gab.
das Hard Rock Cafe kann in Vegas natürlich nicht fehlen

eines meiner Liebsten: New York New York
Brooklyn Bridge
künstliche Straßen und Häuserzeilen im Inneren - total schön!
Monte Carlo
Excalibur

MGM Grand
Löwengehege im MGM

Bevor wir am Nachmittag wieder nach Hause gefahren sind, haben wir noch einen Stopp am Hoover Dam gemacht. Er liegt genau auf der Ländergrenze zwischen Nevada und Arizona, wurde Anfang der 1930er Jahre während der Great Depression gebaut (eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Staates) und ist ein Wunderwerk der Technik. Der durch ihn gestaute Lake Mead ist (mit einer Länge von 170 km!) der größte Stausee der USA. Wir waren oben auf dem Damm sowie im Infocenter, war wirklich interessant und imposant!
eine neue Brücke für den Verkehr
sehr niedriger Wasserstadt im Lake Mead

Auf der Heimfahrt haben wir noch bei In'n'Out gegessen, ein tolles Fast Food Restaurant, das es nur im Südwesten der USA gibt... hier gibt es ganze 3 Sachen (Hamburger, Cheeseburger und Pommes) und alles wird frisch gemacht... ich bin kein Burger-Fan, aber dort ist es einfach nur lecker! Als ich 2009 mit Sascha hier war, haben wir auf der Heimfahrt von Los Angeles an einem Rast gemacht, das war auch toll!

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