Samstag, 9. Mai 2009

José Manuel Barroso in Chemnitz!

Diese Woche stand unsere Uni ganz im Zeichen Europas: Hier fand die Tagung Ideas of | for Europe statt. Diese wurde von unserer tollen und engagierten Dozentin Theresa Pinheiro organisiert und stand unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Europäischen Kommission. Und so kam es, dass Barroso gestern selbst nach Chemnitz kam, wo er die Ehrendoktorwürde der TU entgegennahm.

(http://www.tu-chemnitz.de/tu/aktuelles/1241807939.jpg)

Im großen Hörsaal der Orangerie haben wir uns alle versammelt: Konferenzteilnehmer, Senat und sonstige wichtige Leute der Uni, die Oberbürgermeisterin, Dozenten, und natürlich Studenten, vor allem der Europastudien oder Politikwissenschaft.
Und dann war es soweit: Der Ehrengast betrat den Raum, wo er von uns begeistert empfangen wurde.
Der Festakt begann mit einer Rede unseres Rektors (der leider nicht der begnadetste Redner ist.)
Anschließend richtete der parlamentarische Staatssekretär Peter Hintze das Wort an uns und Herrn Barroso. Er überbrachte die Grüße und Glückwünsche von Frau Merkel, und sprach von der enormen Bedeutung und Wichtigkeit, die Europa und die EU für uns haben. Die Begeisterung merkte man ihm an: Es sei "total wichtig", dass die Deutschen am 7. Juni zur Wahl gehen, um die Abgeordneten für das Europaparlament zu wählen, denn nur so erhalten die europäischen Institutionen ihre Legitimation.
Hochkarätig ging es weiter: der nächste Sprecher war Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Er hielt die Laudatio für den Portugiesen. In einer interessanten Rede verglich er den Lebenslauf Barrosos mit dem "Lebenslauf" der EU, wo es immer wieder markante Schnittstellen gab.

Danach folgte der Höhepunkt: Rektor Mattes und der Dekan der Philosophischen Fakultät überreichen José Barroso die Doktor-Urkunde sowie Talar und Barett.

Dann kam, was vorauszusehen war: Barroso richtete das Wort an uns. Was wir alle nicht erwartet haben: Dass er dies auf deutsch tat! Fast fließend begann er seine Rede über die Geschichte eines Europas, das noch vor 20 Jahren strikt geteilt war - in dessem Herzen sich Chemnitz aber heute befindet. Außerdem bedankte er sich für die Ehrendoktorwürde - und gab zu, lange geübt zu haben, um dieses Wort aussprechen zu können :-) Nach etwa 5 Minuten wechselte er dann doch zu englisch und sprach über Europa und die europäische Identität. Hintze nannte ihn zuvor "Mr. Europa" - und so platt das klingen mag, es trifft den Nagel auf den Kopf. Der sympatische Chef der Kommission versprühte förmlich Begeisterung für Europa - man konnte leicht sehen, dass er mit ganzem Herzen hinter der Entwicklung der Europäischen Union steht.
Für mich als Europastudentin und auch für meine Kommilitonen und Freunde war es ein tolles Erlebnis, diesen Menschen live zu erleben, und seinen Enthusiasmus und Optimismus zu spüren!

Hier findet ihr noch ein paar Beiträge dazu (einfach draufklicken):
mdr-Sachsenspiegel kompakt vom 8.05.2009
Sachsen Fernsehen vom 8.05.2009
Radiobeitrag bei mdr Info vom 8.05.2009

Keine Kommentare: