Mhhh, heute Abend haben wir es uns gut gehen lassen! Bei Lidl ist mexikanische Woche, und da Luise und ich das beide sehr mögen, haben wir leckere Borritos/Enchiladas (es war eine Eigenkreation, von daher sind wir nicht ganz sicher ;-)) gekocht!! Abgerundet wurde das ganze von französischer Crème Brulé (ebenfalls aus dem Lidl - aber trotzdem ziemlich authentisch) und natürlich französischem Wein - ein lustiger (und wirklich leckerer) Mix.
(Und morgen gibt's das ganze nochmal, war natürlich viel zu viel. *freu*)
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Französische Tastatur
Zwei Mal sass ich jetzt schon in der Bibo an Computern, und musste mich dabei mit französischen Tastaturen herumschlagen... in Amerika war das einfacher!
Hier sieht das so aus:
Hier sieht das so aus:
Am meisten stresst mich der Wechsel von A und Q, dass das M an einer ganz anderen Stelle ist, Y und Z sowieso woanders angeordnet sind, und dass man alle Zahlen als auch den Punkt (.) nur über die Shift-Taste (also Zweitbelegung) erreicht! Lustig wiederum, dass es die Umlaut-Punkte gibt, so wie wir in Deutschland die französischen Akzente als Extra-Taste haben.
(So, das war jetzt ganz schön anstrengend!)
(So, das war jetzt ganz schön anstrengend!)
Uni, Sport und Meer
Wow, jetzt ist schon wieder fast eine Woche vergangen! Diesmal ist nichts spektakuläres passiert... was natürlich nicht heißt, dass ich nicht trotzdem tolle, ausgefüllte Tage hatte! :-)
Letzten Samstag hatten Jana und ich ein richtig französisches Erlebnis: Es war der Tag der Stadtteile, und da wurden überall Feste veranstaltet. Wir hatten uns für das in unserer Gegend angemeldet, und hatten einen lustigen Tag! In einer Turnhalle waren Tische aufgebaut, es hat eine Akkordeon-Band gespielt, und jeder hat sich Teller und Besteck mitgebracht. Die Leute dort waren zu 90% um die 70, dann gab es auch ein paar kleine Kinder - Jana und ich stachen als Jugendliche also ungemein heraus! ;-) Als einige der alten Frauen mitbekommen haben, dass wir Ausländer sind, haben sie sich rührend um uns gekümmert und uns die französischen Sachen näher gebracht, war voll süß! Das ganze Fest bestand nämlich daraus, zu essen: von um 1 bis halb 4! War interessant und wie gesagt sehr lustig und sehr französisch. Anschließend, als wir endlich wieder zu Hause waren, haben wir uns erstmal eine halbe Stunde hingelegt! ;-)
(Ich muss mir von Jana mal noch ihre Fotos geben lassen, dann werd ich welche hochladen.)
Am Sonntag haben Luise, Jana und ich das noch immer warme und schöne Wetter genutzt, um einfach faul am Strand in der Sonne zu liegen. Traumhaft - und das im Oktober! Man merkt jetzt aber schon, dass Herbst wird: früh ist es recht frisch, vor um 12, um 1 wird es nicht richtig warm. Die Temperaturen hängen auch sehr von der Sonne ab, die Luft an sich ist nicht mehr sehr warm. Aber man sollte die Sonne nicht unterschätzen: Man kann sich noch immer Sonnenbrand holen! ;-)
Am Montag war ich von halb 9 bis um 3 in der Uni und hatte interessante Versntaltungen. Und weil wir einfach noch bissl raus wollten, sind Luise und ich zu einer Radtour Richtung Meer aufgebrochen. Wollten einfach mal neue Wege erkunden, war auch echt schön! Mit Rast am Strand und noch kurz Einkaufen auf dem Rückweg im "Hypermarkt" Carrefour waren wir 3,5 Std unterwegs und sind 40 km gefahren. (Den leckeren Gemüse-Kartoffel-Auflauf, den ich mir Abend gekocht hab, hab ich mir also wirklich verdient! ;-))
Gestern war natürlich wieder Uni, und ich glaube das ist mein Lieblingstag. Da hab ich 2 Geo-Veranstaltungen, einmal Stadtgeographie und einmal Geopolitik. Mir gefällt das sowohl inhaltlich sehr gut, als auch die Art und Weise, wie die Professoren das lehren. Anspruchsvoll, und man muss das auch immer noch nacharbeiten, aber super interessant!
Am Abend bin ich dann, wie schon letzten Freitag, zum Volleyball (Unisport) gegangen. Da ist am Anfang etwa eine Stunde einlaufen, einschlagen und bissl trainieren, und danach spielen. Gestern hat mich der Trainer gefragt, ob ich nicht Lust hätte, in einer Mannschaft (Mädels) zu spielen und gegen andere Unis anzutreten. Mal schauen... Lust hätte ich ja! :-) Die anderen, die er noch so fragen wollte, sind auch etwa mein Niveau (z.T. auch besser, aber nicht so viel dass ich mich da blamieren würde), und das wäre bestimmt cool. Allerdings ist das immer Fr Abend... aber ich glaube ich werd es versuchen! :-)
Morgen haben wir endlich ein Treffen von allen ERASMUS-Studenten, bin sehr gespannt wie das wird!
Letzten Samstag hatten Jana und ich ein richtig französisches Erlebnis: Es war der Tag der Stadtteile, und da wurden überall Feste veranstaltet. Wir hatten uns für das in unserer Gegend angemeldet, und hatten einen lustigen Tag! In einer Turnhalle waren Tische aufgebaut, es hat eine Akkordeon-Band gespielt, und jeder hat sich Teller und Besteck mitgebracht. Die Leute dort waren zu 90% um die 70, dann gab es auch ein paar kleine Kinder - Jana und ich stachen als Jugendliche also ungemein heraus! ;-) Als einige der alten Frauen mitbekommen haben, dass wir Ausländer sind, haben sie sich rührend um uns gekümmert und uns die französischen Sachen näher gebracht, war voll süß! Das ganze Fest bestand nämlich daraus, zu essen: von um 1 bis halb 4! War interessant und wie gesagt sehr lustig und sehr französisch. Anschließend, als wir endlich wieder zu Hause waren, haben wir uns erstmal eine halbe Stunde hingelegt! ;-)
(Ich muss mir von Jana mal noch ihre Fotos geben lassen, dann werd ich welche hochladen.)
Am Sonntag haben Luise, Jana und ich das noch immer warme und schöne Wetter genutzt, um einfach faul am Strand in der Sonne zu liegen. Traumhaft - und das im Oktober! Man merkt jetzt aber schon, dass Herbst wird: früh ist es recht frisch, vor um 12, um 1 wird es nicht richtig warm. Die Temperaturen hängen auch sehr von der Sonne ab, die Luft an sich ist nicht mehr sehr warm. Aber man sollte die Sonne nicht unterschätzen: Man kann sich noch immer Sonnenbrand holen! ;-)
Am Montag war ich von halb 9 bis um 3 in der Uni und hatte interessante Versntaltungen. Und weil wir einfach noch bissl raus wollten, sind Luise und ich zu einer Radtour Richtung Meer aufgebrochen. Wollten einfach mal neue Wege erkunden, war auch echt schön! Mit Rast am Strand und noch kurz Einkaufen auf dem Rückweg im "Hypermarkt" Carrefour waren wir 3,5 Std unterwegs und sind 40 km gefahren. (Den leckeren Gemüse-Kartoffel-Auflauf, den ich mir Abend gekocht hab, hab ich mir also wirklich verdient! ;-))
Gestern war natürlich wieder Uni, und ich glaube das ist mein Lieblingstag. Da hab ich 2 Geo-Veranstaltungen, einmal Stadtgeographie und einmal Geopolitik. Mir gefällt das sowohl inhaltlich sehr gut, als auch die Art und Weise, wie die Professoren das lehren. Anspruchsvoll, und man muss das auch immer noch nacharbeiten, aber super interessant!
Am Abend bin ich dann, wie schon letzten Freitag, zum Volleyball (Unisport) gegangen. Da ist am Anfang etwa eine Stunde einlaufen, einschlagen und bissl trainieren, und danach spielen. Gestern hat mich der Trainer gefragt, ob ich nicht Lust hätte, in einer Mannschaft (Mädels) zu spielen und gegen andere Unis anzutreten. Mal schauen... Lust hätte ich ja! :-) Die anderen, die er noch so fragen wollte, sind auch etwa mein Niveau (z.T. auch besser, aber nicht so viel dass ich mich da blamieren würde), und das wäre bestimmt cool. Allerdings ist das immer Fr Abend... aber ich glaube ich werd es versuchen! :-)
Morgen haben wir endlich ein Treffen von allen ERASMUS-Studenten, bin sehr gespannt wie das wird!
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Einige Beobachtungen...
Nachdem ich jetzt auch schon mehr Zeit an der Uni verbracht habe, konnte ich dort ebenfalls ein paar Beobachtungen/Feststellungen machen:
- Hier sind mindestens genauso viele Asiaten wie an der TU Chemnitz! Und - genau wie in Chemnitz - man trifft sie nur in Gruppen an, wo sie natürlich nicht französisch sprechen. Scheinbar bevölkern sie sämtliche europäische Universitäten. (Erfahrungsberichte oder auch Gegenmeinungen erwünscht!)
- Die Profs in Deutschland sind eindeutig besser angezogen als ihre französischen Kollegen! Nicht dass mich das stören würde, aber es ist auffällig dass mir hier erst einer im Anzug begegnet ist. Die meisten sind im kurzärmeligen Hemd, Polo oder sogar nur T-Shirt unterwegs. Ist halt auch wärmer hier! :-)
- Die meisten Veranstaltungen sind hier nicht 1,5, sondern 2 Stunden lang. Das kann sich ganz schön ziehen... allerdings machen die meisten Profs in der Mitte mal 10 Minuten Pause. Das ist super, da kann man mal durchatmen und hat kurz Pause von all dem Französisch.
Sehr komisch ist, dass zwischen den Veranstaltungen keine Pausen sind (also: von 2 bis 4, von 4 bis 6,...), ist blöd wenn man über den halben Campus zu einem anderen Zimmer muss. Allerdings kommen selbst die Profs meistens zu spät, sodass der Unterricht meist erst 5 oder 10 Minuten später anfängt.
Diese Woche hatte ich eine tolle Abwechslung: am Di Nachmittag ist meine Mitbewohnerin Kristin in Perpignan angekommen! Nachdem wir bisschen in der Stadt rumgebummelt sind, stand gestern ein großer Ausflug an.
Wir haben für sie ein Rad geliehen und sind zu einer schönen Radtour aufgebrochen.
Richtung Strand, an einem großen See und neben den Dünen entlang.
In dem Ort St. Cyprien sind wir am Hafen entlang gebummelt und haben geschlemmt.
Strand durfte natürlich auch nicht fehlen!

Und auf dem Heimweg sind wir noch die ganze Strandpromenade von Canet-Plage entlanggefahren. War eine sehr schöne Runde, und am Ende sogar etwa 50 km.
Am Abend waren wir, zusammen mit Jana und vielen anderen ausländischen Studenten, in einer kleinen Bar in der Stadt.
Heute musste ich mich leider schon wieder von ihr verabschieden: sie ist mit dem Zug 700 km weiter gefahren und besucht jetzt Philine in Besancon. Am liebsten wäre ich mitgekommen! :-)
Nachtrag:
Ich bin jetzt schon 4 Wochen in Perpignan! Der fast volle Mond beweist das, er hat mir in meiner ersten Wochen jeden Abend den Weg zum Quick (wo es Internet gab) geleuchtet. Wie schnell die Zeit vergangen ist! Einerseits hab ich mich schon gut an alles hier gewöhnt, andererseits kommt es mir kaum länger als 2 Wochen vor! Die Zeit rast mal wieder davon.
- Hier sind mindestens genauso viele Asiaten wie an der TU Chemnitz! Und - genau wie in Chemnitz - man trifft sie nur in Gruppen an, wo sie natürlich nicht französisch sprechen. Scheinbar bevölkern sie sämtliche europäische Universitäten. (Erfahrungsberichte oder auch Gegenmeinungen erwünscht!)
- Die Profs in Deutschland sind eindeutig besser angezogen als ihre französischen Kollegen! Nicht dass mich das stören würde, aber es ist auffällig dass mir hier erst einer im Anzug begegnet ist. Die meisten sind im kurzärmeligen Hemd, Polo oder sogar nur T-Shirt unterwegs. Ist halt auch wärmer hier! :-)
- Die meisten Veranstaltungen sind hier nicht 1,5, sondern 2 Stunden lang. Das kann sich ganz schön ziehen... allerdings machen die meisten Profs in der Mitte mal 10 Minuten Pause. Das ist super, da kann man mal durchatmen und hat kurz Pause von all dem Französisch.
Sehr komisch ist, dass zwischen den Veranstaltungen keine Pausen sind (also: von 2 bis 4, von 4 bis 6,...), ist blöd wenn man über den halben Campus zu einem anderen Zimmer muss. Allerdings kommen selbst die Profs meistens zu spät, sodass der Unterricht meist erst 5 oder 10 Minuten später anfängt.
Diese Woche hatte ich eine tolle Abwechslung: am Di Nachmittag ist meine Mitbewohnerin Kristin in Perpignan angekommen! Nachdem wir bisschen in der Stadt rumgebummelt sind, stand gestern ein großer Ausflug an.
Am Abend waren wir, zusammen mit Jana und vielen anderen ausländischen Studenten, in einer kleinen Bar in der Stadt.
Heute musste ich mich leider schon wieder von ihr verabschieden: sie ist mit dem Zug 700 km weiter gefahren und besucht jetzt Philine in Besancon. Am liebsten wäre ich mitgekommen! :-)
Nachtrag:
Ich bin jetzt schon 4 Wochen in Perpignan! Der fast volle Mond beweist das, er hat mir in meiner ersten Wochen jeden Abend den Weg zum Quick (wo es Internet gab) geleuchtet. Wie schnell die Zeit vergangen ist! Einerseits hab ich mich schon gut an alles hier gewöhnt, andererseits kommt es mir kaum länger als 2 Wochen vor! Die Zeit rast mal wieder davon.
Sonntag, 27. September 2009
Freie Zeit
Am Dienstag ist der Sommer zurückgekehrt, und das hab ich ausgiebig genutzt, um nochmal den Strand zu genießen.
Da wir am Mi Nachmittag beide frei hatten, sind Jana und ich zusammen nach Canet-Plage gefahren und es uns gutgehen lassen.

Am Donnerstag hatte ich am Vormittag einen Deutschkurs (sehr angenehm, mal nicht nur Französisch zu hören!), und sollte eigentlich am Nachmittag noch eine Vorlesung haben. Allerdings hab ich mich im Stundenplan verguckt, denn die Veranstaltung ist nicht am Do sondern erst am Fr. Das hieß, dass ich den Nachmittag unverhofft frei hatte! Hab mich auf's Fahrrad geschwungen, und bin in Richtung Strand gefahren. Aber nicht direkt, sondern ich hab mal andere Wege genommen und kleine Orte, schöne Häuser und Natur (Weinfelder) angeschaut.

Unter anderem war ich auch an der Mündung vom Têt, dem Fluss, der durch Perpignan fließt... recht unspektakulär.



Gestern Abend war ich bei der ersten tollen Party! Jana hatte eine E-Mail erhalten, dass ERASMUS-Studenten eingeladen sind zu einer BBQ-Party... tja und da dachten wir, schauen wir mal hin (zu viert, mit Luise und Tilo). Hat sich als eine super Entscheidung herausgestellt! Es haben ein Franzose (der eigentlich von der Elfenbeinküste kommt) und sein deutscher Mitbewohner gefeiert. Waren etwa 15 Mann da, etwa halbe halbe mit Franzosen (bzw. Afrikanern) und ausländischen Europäern.
Es wurde viel Wein getrunken und wir haben uns einfach den ganzen Abend unterhalten... auf englisch mit den Ausländern, und erstaunlich gut mit den Franzosen! Der Wein hat natürlich auch dazu beigetragen, dass das Französischsprechen und -verstehen noch besser ging ;-) Tja, und plötzlich zeigte die Uhr dann halb 4 an, bis wir uns langsam auf den Heimweg gemacht haben! Man kann es nur als perfekten Abend bezeichnen :-)
Der Sonntag stand jetzt endlich mal ganz im Zeichen von Ruhe, Entspannen, zu Hause sein und Kleinkram erledigen... tat gut! Doch ich war auch erfolgreich: habe unseren neuen Küchenschrank aufgebaut, ganz alleine! :-)

Achja, und vorgestern Abend kam unser Vermieter zu mir und drückte mir diese Kiste Gemüse in die Hand, das sei für uns... total lieb!! So gab es die letzten Tage nur noch mehr Gemüse, Salat etc!

Heut Abend stand dann noch ein Sonntagessen an! Jana hat superleckeres Hähnchen auf Kartoffeln und Möhren in der Röhre gekocht - klasse! Zudem kamen Luise und Tilo vorbei, und haben Tintenfisch und Shrimp mitgebracht... unheimlich viel zu Essen! :-) Abgerundet wurde das ganze von einem Salat (natürlich) und karamelisierten Äpfeln.
Nebenbei haben wir mit Schrecken die Auswertung der Bundestagswahl verfolgt...
Und morgen beginnt eine neue Uni-Woche... und die Sportkurse gehen los! Damit ich mit gutem Gewissen weiterhin so gut essen kann ;-)
Da wir am Mi Nachmittag beide frei hatten, sind Jana und ich zusammen nach Canet-Plage gefahren und es uns gutgehen lassen.
Am Donnerstag hatte ich am Vormittag einen Deutschkurs (sehr angenehm, mal nicht nur Französisch zu hören!), und sollte eigentlich am Nachmittag noch eine Vorlesung haben. Allerdings hab ich mich im Stundenplan verguckt, denn die Veranstaltung ist nicht am Do sondern erst am Fr. Das hieß, dass ich den Nachmittag unverhofft frei hatte! Hab mich auf's Fahrrad geschwungen, und bin in Richtung Strand gefahren. Aber nicht direkt, sondern ich hab mal andere Wege genommen und kleine Orte, schöne Häuser und Natur (Weinfelder) angeschaut.
Gestern Abend war ich bei der ersten tollen Party! Jana hatte eine E-Mail erhalten, dass ERASMUS-Studenten eingeladen sind zu einer BBQ-Party... tja und da dachten wir, schauen wir mal hin (zu viert, mit Luise und Tilo). Hat sich als eine super Entscheidung herausgestellt! Es haben ein Franzose (der eigentlich von der Elfenbeinküste kommt) und sein deutscher Mitbewohner gefeiert. Waren etwa 15 Mann da, etwa halbe halbe mit Franzosen (bzw. Afrikanern) und ausländischen Europäern.
Der Sonntag stand jetzt endlich mal ganz im Zeichen von Ruhe, Entspannen, zu Hause sein und Kleinkram erledigen... tat gut! Doch ich war auch erfolgreich: habe unseren neuen Küchenschrank aufgebaut, ganz alleine! :-)
Achja, und vorgestern Abend kam unser Vermieter zu mir und drückte mir diese Kiste Gemüse in die Hand, das sei für uns... total lieb!! So gab es die letzten Tage nur noch mehr Gemüse, Salat etc!
Heut Abend stand dann noch ein Sonntagessen an! Jana hat superleckeres Hähnchen auf Kartoffeln und Möhren in der Röhre gekocht - klasse! Zudem kamen Luise und Tilo vorbei, und haben Tintenfisch und Shrimp mitgebracht... unheimlich viel zu Essen! :-) Abgerundet wurde das ganze von einem Salat (natürlich) und karamelisierten Äpfeln.
Und morgen beginnt eine neue Uni-Woche... und die Sportkurse gehen los! Damit ich mit gutem Gewissen weiterhin so gut essen kann ;-)
Dienstag, 22. September 2009
Anika à Université Perpignan
So, jetzt ging der Alltag los: seit zwei Tagen bin ich eine echte Studentin!
Ich hatte zwei interessante Tage, und meine Stimmung war etwas auf Achterbahnfahrt... aber meistens oben! Heut Mittag hatte ich ein kleines Tief und wäre am liebsten ins Bett statt in die Uni gegangen, aber dann hatte ich ein tolles Seminar und schon ging's mir wieder gut. Seit heute ist es auch wieder warm (27 Grad laut Thermometer, obwohl mir es nicht so vorkommt... entweder ich hab mich schon so daran gewöhnt, oder das fühlt sich hier anders an... falls es aber stimmt, dann waren es die ersten 2 Wochen über 30 Grad!), und da hab ich vorhin noch ne Stunde mit meinem Buch in den Palmengarten hier in der Nähe gesessen.
Gestern früh saß ich in meiner ersten Vorlesung (Geschichte) und war sehr positiv überrascht - sowohl inhaltlich als auch vom Verstehen. Auch in der dazugehörigen Übung am Nachmittag kam ich ganz gut zu Recht, das wird auf jeden Fall in meinem Stundenplan bleiben.
Es ist so, dass ich die ersten beiden Wochen in verschiedene Kurse reinschnuppern kann, und mich erst dann endgültig festlegen muss. Und da ich aus sämtlichen Fachbereichen wählen kann, mach ich das auch!
Heute früh saß ich dann wieder in einer Vorlesung, und das war nicht so mein Fall... der Prof hat komisches Zeug erzählt, und teilweise richtig diktiert, mit Komma ansagen und so! Da hab ich nach ner halben Stunde abgeschalten und es gleich aus meinem Stundenplan gestrichen :-) Ähnlich mit der Englisch-Veranstaltung über Amerika... ich nehm lieber doch nur Französische.
Am Nachmittag war ich bei einer Art Vorlesung, aber in ganz kleinem Rahmen (<20 Leute) und eher Seminar-ähnlich, über Geopolitik. Und ich glaube, das Thema interessiert mich echt sehr! Kam leider mit dem Mitschreiben nicht ganz mit, eine Französin hat mir aber ihre Mitschriften geliehen und so kann ich das nacharbeiten. Ich denke, das ist eine ganz gute Methode.
Morgen Vormittag will ich mir 2 Politik-Sachen anschauen, mal sehen wie das wird. Ich hoffe, es geht positiv weiter! :-)
Auf dem Campus laufen übrigens noch immer unzählige ERASMUS-Studenten rum, die keinen Plan haben. Da bin ich echt ganz zufrieden mit mir, dass ich letzte Woche alles wichtige erledigen konnte - mit meinem Koordinator treffen, einschreiben, Stundenpläne organisieren - klappt alles! :-)
Ach, hier könnt ihr mal meinen tollen Papp-Studi-Ausweis sehen, sowie Bibo- und Sportkarte - natürlich alles mit Foto! Ich glaub ich brauch bald neue ;-)

Ach, dann hatte ich heut noch ein Erlebnis der ganz besonderen Art: Ich hab ein "typisch französisches" (aber scheinbar doch nicht mehr ganz so geläufiges) Klo besucht:
Ich lerne natürlich auch jeden Tag tolle neue französische Wörter, die sofort in meinem Vokabelheft landen. Mein Lieblingswort heute aus dem Geopolitik-Seminar: Guerre Froide. Na, wer weiß was es heißt??
Is voll lustig, wie schnell man sich an seine Umgebung gewöhnt - oder zumindest mir geht es so. In den ersten Tagen fand ich die ganzen Häuser hier in meiner Wohngegend oder auch auf dem Weg zur Uni noch so fremd, z.T. etwas alt, manche nicht so schön... mittlerweile fällt mir das alles garnicht mehr auf, es ist halt einfach so. Ich dachte, dass ich dazu länger brauchen würde, aber ist super :-)
Von der Uni werd ich irgendwann auch mal Fotos machen und euch zeigen... ist sehr amüsant! Der Chemnitzer Weinholdbau ist schon fast schön dagegen *hihi*
Ich hatte zwei interessante Tage, und meine Stimmung war etwas auf Achterbahnfahrt... aber meistens oben! Heut Mittag hatte ich ein kleines Tief und wäre am liebsten ins Bett statt in die Uni gegangen, aber dann hatte ich ein tolles Seminar und schon ging's mir wieder gut. Seit heute ist es auch wieder warm (27 Grad laut Thermometer, obwohl mir es nicht so vorkommt... entweder ich hab mich schon so daran gewöhnt, oder das fühlt sich hier anders an... falls es aber stimmt, dann waren es die ersten 2 Wochen über 30 Grad!), und da hab ich vorhin noch ne Stunde mit meinem Buch in den Palmengarten hier in der Nähe gesessen.
Gestern früh saß ich in meiner ersten Vorlesung (Geschichte) und war sehr positiv überrascht - sowohl inhaltlich als auch vom Verstehen. Auch in der dazugehörigen Übung am Nachmittag kam ich ganz gut zu Recht, das wird auf jeden Fall in meinem Stundenplan bleiben.
Es ist so, dass ich die ersten beiden Wochen in verschiedene Kurse reinschnuppern kann, und mich erst dann endgültig festlegen muss. Und da ich aus sämtlichen Fachbereichen wählen kann, mach ich das auch!
Heute früh saß ich dann wieder in einer Vorlesung, und das war nicht so mein Fall... der Prof hat komisches Zeug erzählt, und teilweise richtig diktiert, mit Komma ansagen und so! Da hab ich nach ner halben Stunde abgeschalten und es gleich aus meinem Stundenplan gestrichen :-) Ähnlich mit der Englisch-Veranstaltung über Amerika... ich nehm lieber doch nur Französische.
Am Nachmittag war ich bei einer Art Vorlesung, aber in ganz kleinem Rahmen (<20 Leute) und eher Seminar-ähnlich, über Geopolitik. Und ich glaube, das Thema interessiert mich echt sehr! Kam leider mit dem Mitschreiben nicht ganz mit, eine Französin hat mir aber ihre Mitschriften geliehen und so kann ich das nacharbeiten. Ich denke, das ist eine ganz gute Methode.
Morgen Vormittag will ich mir 2 Politik-Sachen anschauen, mal sehen wie das wird. Ich hoffe, es geht positiv weiter! :-)
Auf dem Campus laufen übrigens noch immer unzählige ERASMUS-Studenten rum, die keinen Plan haben. Da bin ich echt ganz zufrieden mit mir, dass ich letzte Woche alles wichtige erledigen konnte - mit meinem Koordinator treffen, einschreiben, Stundenpläne organisieren - klappt alles! :-)
Ach, hier könnt ihr mal meinen tollen Papp-Studi-Ausweis sehen, sowie Bibo- und Sportkarte - natürlich alles mit Foto! Ich glaub ich brauch bald neue ;-)
Ach, dann hatte ich heut noch ein Erlebnis der ganz besonderen Art: Ich hab ein "typisch französisches" (aber scheinbar doch nicht mehr ganz so geläufiges) Klo besucht:
Ich lerne natürlich auch jeden Tag tolle neue französische Wörter, die sofort in meinem Vokabelheft landen. Mein Lieblingswort heute aus dem Geopolitik-Seminar: Guerre Froide. Na, wer weiß was es heißt??
Is voll lustig, wie schnell man sich an seine Umgebung gewöhnt - oder zumindest mir geht es so. In den ersten Tagen fand ich die ganzen Häuser hier in meiner Wohngegend oder auch auf dem Weg zur Uni noch so fremd, z.T. etwas alt, manche nicht so schön... mittlerweile fällt mir das alles garnicht mehr auf, es ist halt einfach so. Ich dachte, dass ich dazu länger brauchen würde, aber ist super :-)
Von der Uni werd ich irgendwann auch mal Fotos machen und euch zeigen... ist sehr amüsant! Der Chemnitzer Weinholdbau ist schon fast schön dagegen *hihi*
Sonntag, 20. September 2009
Journées du patrimoine
Plötzlich ist schon Sonntag Abend... ich hatte ein sehr entspanntes Wochenende.
Beide Tage hab ich ausgeschlafen, hab mich mit meinen Mitbewohnerinnen unterhalten und an meinem Stundenplan gebastelt. Und am Nachmittag war ich mal ein paar Stunden in der Stadt. Wollte gestern einfach mal durch ein paar Geschäfte bummeln, um zu sehen, was es so gibt. Und außerdem war am Wochenende Tag des offenen Denkmals (oder so ähnlich), und da waren ganz viele Gebäude in Perpignan kostenlos geöffnet - das muss man doch ausnutzen!
Gestern waren Luise und Tilo mit mir zusammen unterwegs. Heute bin ich alleine losgezogen, bin Fahrrad, und hab die Kirchen, die etwas weiter außerhalb liegen, noch mitgenommen.
Heute Vormittag war ich mit Jana auf dem Markt (viiiel Obst und Gemüse kaufen!), und auf dem Weg dorthin sind wir auch an einem wunderschönen Gebäude vorbeigekommen.
Hier sind ein paar Bilder davon:
Zuerst war ich auf dem Castillet, eine Art altes Stadttor, von wo aus man eine schöne Aussicht hatte.





Außerdem hab ich das Rathaus besucht, und war unter anderem in dem Raum, wo der Stadtrat tagt. Nicht so groß wie der Plenarsaal der UNO, aber trotzdem nicht schlecht ;-)




Dieses ehemalige Hotel, alt und prunkvoll und wunderschön, heute für Kongresse und Veranstaltungen genutzt, hat mich etwas an die Heilbäder in Tschechien erinnert. Das ist übrigens der Innenhof, hätte man von außen überhaupt nicht erwartet!


Außerdem war ich noch in den verschiedensten Kirchen. Die meisten sind recht dunkel und weniger prunkvoll, als man das von deutschen katholischen Kirchen kennt. Und da hier die Gassen so eng sind, hat man kaum einen richtigen Blick auf die Gotteshäuser; obwohl sie so groß sind können sie sich gut verstecken und sind schwer zu finden.


Heute Abend haben dann Leanne, Jana und ich zusammen gekocht, es gab leckeres Gemüse mit Reis. Saßen über eine Stunde zusammen und haben uns gut verstanden! Die Unterhaltung erfolgt im Moment noch in Englisch, aber irgendwann werden wir sicher zu Französisch wechseln. Es stört mich aber nicht sehr, da ich denke, dass ich ab morgen in der Uni genug Französisch um mich herum haben werde! :-) (oder :'-( ?)

Beide Tage hab ich ausgeschlafen, hab mich mit meinen Mitbewohnerinnen unterhalten und an meinem Stundenplan gebastelt. Und am Nachmittag war ich mal ein paar Stunden in der Stadt. Wollte gestern einfach mal durch ein paar Geschäfte bummeln, um zu sehen, was es so gibt. Und außerdem war am Wochenende Tag des offenen Denkmals (oder so ähnlich), und da waren ganz viele Gebäude in Perpignan kostenlos geöffnet - das muss man doch ausnutzen!
Gestern waren Luise und Tilo mit mir zusammen unterwegs. Heute bin ich alleine losgezogen, bin Fahrrad, und hab die Kirchen, die etwas weiter außerhalb liegen, noch mitgenommen.
Heute Vormittag war ich mit Jana auf dem Markt (viiiel Obst und Gemüse kaufen!), und auf dem Weg dorthin sind wir auch an einem wunderschönen Gebäude vorbeigekommen.
Hier sind ein paar Bilder davon:
Zuerst war ich auf dem Castillet, eine Art altes Stadttor, von wo aus man eine schöne Aussicht hatte.
Außerdem hab ich das Rathaus besucht, und war unter anderem in dem Raum, wo der Stadtrat tagt. Nicht so groß wie der Plenarsaal der UNO, aber trotzdem nicht schlecht ;-)
Dieses ehemalige Hotel, alt und prunkvoll und wunderschön, heute für Kongresse und Veranstaltungen genutzt, hat mich etwas an die Heilbäder in Tschechien erinnert. Das ist übrigens der Innenhof, hätte man von außen überhaupt nicht erwartet!
Außerdem war ich noch in den verschiedensten Kirchen. Die meisten sind recht dunkel und weniger prunkvoll, als man das von deutschen katholischen Kirchen kennt. Und da hier die Gassen so eng sind, hat man kaum einen richtigen Blick auf die Gotteshäuser; obwohl sie so groß sind können sie sich gut verstecken und sind schwer zu finden.
Heute Abend haben dann Leanne, Jana und ich zusammen gekocht, es gab leckeres Gemüse mit Reis. Saßen über eine Stunde zusammen und haben uns gut verstanden! Die Unterhaltung erfolgt im Moment noch in Englisch, aber irgendwann werden wir sicher zu Französisch wechseln. Es stört mich aber nicht sehr, da ich denke, dass ich ab morgen in der Uni genug Französisch um mich herum haben werde! :-) (oder :'-( ?)
Freitag, 18. September 2009
Andere Länder, andere Sitten
Nachdem ich jetzt schon seit über zwei Wochen in Franreich lebe, möchte ich euch von einigen Dingen erzählen, die mir hier so aufgefallen sind.
- Zuerst fällt mir auf, dass die Leute hier alle viel entspannter sind als in Deutschland. Das meine ich vor allem, wenn es darum geht, etwas zu machen. Mein Vermieter ist ein Paradebeispiel dafür: Sein Lieblingswort lautet "demain" (morgen). Und wenn dann morgen ist - richtig, dann sagt er wieder, dass er das demain machen wird. Und demain kann durchaus eine Woche betragen! Ist für mich als Deutsche, die noch dazu gern schnell ihre Sache erledigt haben möchte, eine Umstellung. Meinen Mitbewohnerinnen fällt dies allerdings auch auf - es ist also nicht nur die deutsche Gründlich- und Pünktlichkeit, die mit dieser relaxten Einstellung kollidiert. Ich muss mich also für ein halbes Jahr in Geduld üben... ist sicherlich auch keine schlechte Sache. Nur ungewohnt! :-)
- Wenn man ein was über Frankreich eingetrichtert bekommt, dann ist es ja: Sie reden nur Französisch, und komm ja nie mit einer anderen Sprache! Doch da hab ich positive Erfahrungen gemacht. Wenn man mit ihnen Französisch spricht, fragen sie doch gern mal, wo man denn her ist, und kramen manchmal ganz stolz ein "Ich spreche ein kleines bisschen Deutsch" hervor, oder antworten auch mal auf Englisch (was nicht immer leicht zu verstehen ist). Klischee widerlegt! :-) (Allerdings geb ich mir auch immer Mühe mit dem Französisch; ich glaub wenn man gleich auf Englisch anfangen würde, wäre die Freude nicht so groß.)
- 3.: Mittagspause. Siesta. Wie auch immer: Von 12 bis 2 schläft die Stadt! Da machen die meisten Geschäfte zu (außer Lidl, Aldi,... ;-)), in der Uni sind die Sekretariate unbesetzt etc. Das passt ein wenig zum ersten Punkt - man muss sich dran gewöhnen, tolerant sein und sich nicht ärgern, dass man jetzt ewig warten muss bis man bekommt, was man braucht... Vielleicht kann ich das in ein paar Wochen! ;-)
-Rendez-vous sind hier total in. Nein, nicht in dem Sinne wie wir das im Deutschen verstehen, sondern wörtlich ünbersetzt: Termine. Man braucht für alles einen Termin - bei der Bank, um ein Konto zu eröffnen, in der Uni, um sich einzuschreiben, und selbst im großen Supermarkt muss man an der Fleisch- oder Käsetheke eine Nummer ziehen.
Allerdings war ich heute etwas "Besonderes" und konnte mich zweimal ohne Termin durchschlagen. Ich war in der Uni, um mich zu immatrikulieren. Im ERASMUS-Amt wurde uns erklärt, wie das Formular auszufüllen ist (was echt super war, sonst hätte ich Tage darüber gebrütet!) und gesagt, welche Unterlagen wir alles benötigen... und damit ging's dann zum anmelden/einschreiben. Da die ganze Prozedur recht lange dauert, hat sich eine ganz schöne Schlage gebildet. Und nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass die Franzosen alle einen Termin hatten, und nur wir ERASMUS-Studenten ohne drankommen durften - wovon die Bearbeiter sichtlich genervt waren. Irgendwann wurde der Vorhang vor der Tür zugezogen und keiner mehr reingelassen... es war schließlich kurz vor 12 (!), und nicht dass noch mehr von diesen ungezogenen, schlecht Französisch sprechenden Ausländern ohne Rendez-vous auftauchen! :-)
Nach der Uni hab ich mich endlich mal zur Bank begeben, um ein Konto zu eröffnen. Ich werde französisches Wohngeld bekommen (eine Art Zuschuss zur Miete vom Staat), und dazu brauch ich das Konto. Mein Vermieter (von dem ich nur noch als "mein Monsieur" spreche, weil ich seinen Namen immer vergesse) hat gemeint, dass ich da unbedingt einen Termin brauch. Aber - ich musste zwar bissl warten, kam dann aber gleich dran! :-) Bald bin ich also im Besitz eines französischen Kontos mit Bankkarte und Online-Banking, ich muss nur noch meinen Mietvertrag einreichen, den mir mein Monsieur letzte Woche kopiert hatte und demain geben wollte! :-D
- Als ich mich heute auf gemacht habe, die Informationen der verschiedenen Studiengänge zu bekommen, um meinen Stundenplan zu erstellen, ist mir auch aufgefallen wie anders hier das ganze Studium aufgebaut ist. Es ist viel verschulter als bei uns! (Und, nebenbei, heißt noch nicht mal Bachelor, obwohl es genau das ist - nein, wir sind in Frankreich, hier heißt das Licence.) Es gibt festgelegte Stundenpläne für jedes Semester. Als ich danach in den Sekretariaten gefragt habe, wurde ich immer gefragt, welches Jahr, und musste erklären, dass ich gern alles hätte, weil ich ERASMUS bin und mir unter allem was aussuchen darf. Jetzt hab ich 7 dicke Studienordnungen und gefühlte 50 Stundenpläne zu Hause, und nehme mir vor, bis Sonntag Abend einen vorläufigen Stundenplan zusammengestellt zu haben.
- Zum Schluss noch etwas persönliches, was mir in letzter Zeit hier aufgefallen ist: Mir fällt es überhaupt nicht schwer, Dinge zu umschreiben, wenn ich die Wörter nicht weiß. Oft fehlen mir zwar auch dafür viele Vokablen, aber so prinzipiell kann ich ganz schnell Umdenken. Ich denke, dass das etwas ist, was mir seit Amerika recht leicht fällt, und ich bin auch froh darüber. Ein Beispiel: Ehe ich überlege, was es heißt "stört dich das?", kann ich einfach sagen "ist es ein Problem, dass...?"
Soviel dazu.
Heute Nachmittag hat die Sonne so schön geschienen, dass ich mich mit einem Buch in den Palmengarten hier ganz in der Nähe gesetzt hab und einfach ein Stück dort war.
Und heut Abend werd ich nochmal in die Stadt gehen und mich mit einigen anderen ausländischen Studenten treffen, freu mich schon drauf und bin gespannt!
- Zuerst fällt mir auf, dass die Leute hier alle viel entspannter sind als in Deutschland. Das meine ich vor allem, wenn es darum geht, etwas zu machen. Mein Vermieter ist ein Paradebeispiel dafür: Sein Lieblingswort lautet "demain" (morgen). Und wenn dann morgen ist - richtig, dann sagt er wieder, dass er das demain machen wird. Und demain kann durchaus eine Woche betragen! Ist für mich als Deutsche, die noch dazu gern schnell ihre Sache erledigt haben möchte, eine Umstellung. Meinen Mitbewohnerinnen fällt dies allerdings auch auf - es ist also nicht nur die deutsche Gründlich- und Pünktlichkeit, die mit dieser relaxten Einstellung kollidiert. Ich muss mich also für ein halbes Jahr in Geduld üben... ist sicherlich auch keine schlechte Sache. Nur ungewohnt! :-)
- Wenn man ein was über Frankreich eingetrichtert bekommt, dann ist es ja: Sie reden nur Französisch, und komm ja nie mit einer anderen Sprache! Doch da hab ich positive Erfahrungen gemacht. Wenn man mit ihnen Französisch spricht, fragen sie doch gern mal, wo man denn her ist, und kramen manchmal ganz stolz ein "Ich spreche ein kleines bisschen Deutsch" hervor, oder antworten auch mal auf Englisch (was nicht immer leicht zu verstehen ist). Klischee widerlegt! :-) (Allerdings geb ich mir auch immer Mühe mit dem Französisch; ich glaub wenn man gleich auf Englisch anfangen würde, wäre die Freude nicht so groß.)
- 3.: Mittagspause. Siesta. Wie auch immer: Von 12 bis 2 schläft die Stadt! Da machen die meisten Geschäfte zu (außer Lidl, Aldi,... ;-)), in der Uni sind die Sekretariate unbesetzt etc. Das passt ein wenig zum ersten Punkt - man muss sich dran gewöhnen, tolerant sein und sich nicht ärgern, dass man jetzt ewig warten muss bis man bekommt, was man braucht... Vielleicht kann ich das in ein paar Wochen! ;-)
-Rendez-vous sind hier total in. Nein, nicht in dem Sinne wie wir das im Deutschen verstehen, sondern wörtlich ünbersetzt: Termine. Man braucht für alles einen Termin - bei der Bank, um ein Konto zu eröffnen, in der Uni, um sich einzuschreiben, und selbst im großen Supermarkt muss man an der Fleisch- oder Käsetheke eine Nummer ziehen.
Allerdings war ich heute etwas "Besonderes" und konnte mich zweimal ohne Termin durchschlagen. Ich war in der Uni, um mich zu immatrikulieren. Im ERASMUS-Amt wurde uns erklärt, wie das Formular auszufüllen ist (was echt super war, sonst hätte ich Tage darüber gebrütet!) und gesagt, welche Unterlagen wir alles benötigen... und damit ging's dann zum anmelden/einschreiben. Da die ganze Prozedur recht lange dauert, hat sich eine ganz schöne Schlage gebildet. Und nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass die Franzosen alle einen Termin hatten, und nur wir ERASMUS-Studenten ohne drankommen durften - wovon die Bearbeiter sichtlich genervt waren. Irgendwann wurde der Vorhang vor der Tür zugezogen und keiner mehr reingelassen... es war schließlich kurz vor 12 (!), und nicht dass noch mehr von diesen ungezogenen, schlecht Französisch sprechenden Ausländern ohne Rendez-vous auftauchen! :-)
Nach der Uni hab ich mich endlich mal zur Bank begeben, um ein Konto zu eröffnen. Ich werde französisches Wohngeld bekommen (eine Art Zuschuss zur Miete vom Staat), und dazu brauch ich das Konto. Mein Vermieter (von dem ich nur noch als "mein Monsieur" spreche, weil ich seinen Namen immer vergesse) hat gemeint, dass ich da unbedingt einen Termin brauch. Aber - ich musste zwar bissl warten, kam dann aber gleich dran! :-) Bald bin ich also im Besitz eines französischen Kontos mit Bankkarte und Online-Banking, ich muss nur noch meinen Mietvertrag einreichen, den mir mein Monsieur letzte Woche kopiert hatte und demain geben wollte! :-D
- Als ich mich heute auf gemacht habe, die Informationen der verschiedenen Studiengänge zu bekommen, um meinen Stundenplan zu erstellen, ist mir auch aufgefallen wie anders hier das ganze Studium aufgebaut ist. Es ist viel verschulter als bei uns! (Und, nebenbei, heißt noch nicht mal Bachelor, obwohl es genau das ist - nein, wir sind in Frankreich, hier heißt das Licence.) Es gibt festgelegte Stundenpläne für jedes Semester. Als ich danach in den Sekretariaten gefragt habe, wurde ich immer gefragt, welches Jahr, und musste erklären, dass ich gern alles hätte, weil ich ERASMUS bin und mir unter allem was aussuchen darf. Jetzt hab ich 7 dicke Studienordnungen und gefühlte 50 Stundenpläne zu Hause, und nehme mir vor, bis Sonntag Abend einen vorläufigen Stundenplan zusammengestellt zu haben.
- Zum Schluss noch etwas persönliches, was mir in letzter Zeit hier aufgefallen ist: Mir fällt es überhaupt nicht schwer, Dinge zu umschreiben, wenn ich die Wörter nicht weiß. Oft fehlen mir zwar auch dafür viele Vokablen, aber so prinzipiell kann ich ganz schnell Umdenken. Ich denke, dass das etwas ist, was mir seit Amerika recht leicht fällt, und ich bin auch froh darüber. Ein Beispiel: Ehe ich überlege, was es heißt "stört dich das?", kann ich einfach sagen "ist es ein Problem, dass...?"
Soviel dazu.
Heute Nachmittag hat die Sonne so schön geschienen, dass ich mich mit einem Buch in den Palmengarten hier ganz in der Nähe gesetzt hab und einfach ein Stück dort war.
Und heut Abend werd ich nochmal in die Stadt gehen und mich mit einigen anderen ausländischen Studenten treffen, freu mich schon drauf und bin gespannt!
Mittwoch, 16. September 2009
Mein Zimmer
Nachdem mein Besuch jetzt weg ist und ich mich in meinem Zimmer einigermaßen eingerichtet (und aufgeräumt) habe, kann ich euch nun mal ein paar Bilder davon zeigen.
Das ist das Haus von außen, das linke blaue Fenster unten sowie das an der Seite gehört zu meinem Zimmer. In dem Haus wohnt mein Vermieter. Aber nur noch alleine, ich nehme an dass er sich von seiner Frau getrennt hat, denn am Wochenende kommen immer seine beiden Kinder zu ihm. Und weil er den Platz hat, vermietet er möblierte Zimmer an Austauschstudenten.
Ich hab wirklich ein sehr schönes, helles, sauberes Zimmer, mit neuen, geschmackvollen Möbeln, teilweise sogar von Ikea.
Hier steht mein großes Hochbett, darunter die Couch, die man ausklappen kann, und links vom Fenster mein kleiner Schreibtisch:
Und rechts vom Bett steht mein Kleiderschrank:
Das ist der Blick von meinem Bett zu unserer Küchenzeile, die ich zusammen mit meinen beiden Mitbewohnerinnen benutze:
Schreibtisch und Regal: (Stauraum hab ich ausreichend)
Blick in den Flur mit tollen roten Türen und seit gestern mit passender roter Lampe; links Toilettentür, daneben Badtür und rechts die Tür zum Zimmer von Lianne, meiner englischen Mitbewohnerin. Und mein Fahrrad! :-)

Und noch was anderes:
arte bringt zur Zeit eine mehrteilige Doku über die Küsten Frankreichs. Gestern war die Region dran, in der ich im Moment lebe: "Von Banyuls-sur-Mer zur Petite Camargue". Hier kann man das Video anschauen. (Aber nur für eine Woche, glaub ich.)
Das ist das Haus von außen, das linke blaue Fenster unten sowie das an der Seite gehört zu meinem Zimmer. In dem Haus wohnt mein Vermieter. Aber nur noch alleine, ich nehme an dass er sich von seiner Frau getrennt hat, denn am Wochenende kommen immer seine beiden Kinder zu ihm. Und weil er den Platz hat, vermietet er möblierte Zimmer an Austauschstudenten.
Hier steht mein großes Hochbett, darunter die Couch, die man ausklappen kann, und links vom Fenster mein kleiner Schreibtisch:
Und noch was anderes:
arte bringt zur Zeit eine mehrteilige Doku über die Küsten Frankreichs. Gestern war die Region dran, in der ich im Moment lebe: "Von Banyuls-sur-Mer zur Petite Camargue". Hier kann man das Video anschauen. (Aber nur für eine Woche, glaub ich.)
Dienstag, 15. September 2009
Uni und so... naja bald
Nachdem ich mich heute früh von Sascha verabschieden musste, geht es nun ein wenig "alltäglicher" hier zu.
Zunächst bin ich zu Carrefour, einem "Hypermarché" gefahren. Das ist wie ein Kaufland, neben dem es aber auch noch sämtliche andere Dinge wie Haushaltgeräte, Fahrrad- und Autozubehör, Koffer, Musik, Elektrogeräte etc. gibt. Am besten lässt es sich mit dem amerikanischen Target vergleichen. Dort hab ich ein paar Kleinigkeiten eingekauft und mir erstmal einen Überblick verschafft. Am tollsten sind die endlosen Käseregale! :-)
Am Nachmittag bin ich dann endlich mal zur Uni gefahren. Zunächst hab ich mir den Campus angeschaut. Es ist eine recht kleine Uni mit vielen nicht sehr großen Gebäuden, aber alles dicht beieinander, so wie die Anika das mag :-)
Mein erster Weg führte mich jedoch zum ERASMUS-Büro, um mich anzumelden. Dort hab ich erfahren, dass es am 8. Oktober ein Zusammentreffen von allen ERASMUS-Studenten geben wird - immerhin ;-) Und am Montag soll ich um 11 hinkommen, um mich einzuschreiben und den ganzen Orga-Kram zu machen. Dies hat mich etwas durcheinandergebracht: Luise hatte von einem Treffen der internationalen Studenten am Freitag erzählt. Aber das war nur ein Missverständnis; auch sie wird sich am Freitag lediglich einschreiben, es wird in Etappen gemacht, weil die Räume wohl nicht groß genug sind oder was auch immer. Ich finde es schade... ich hab gehofft, dass ich am Freitag endlich mal Leute kennenlern, mit denen ich dann vielleicht schon am Wochenende was zusammen machen kann! Naja, ich glaube ich werde einfach mit Luise mitgehen, die werden mich ja nicht rausschmeißen.
Die nächsten Tage sind also noch immer frei, aber sie rückt näher, die Uni.
Üebrmorgen kommt auch meine zweite Mitbewohnerin, aus Tschechien, an, und ich denke dass wir sicher auch alle 3 mal was zusammen unternehmen werden!
Zunächst bin ich zu Carrefour, einem "Hypermarché" gefahren. Das ist wie ein Kaufland, neben dem es aber auch noch sämtliche andere Dinge wie Haushaltgeräte, Fahrrad- und Autozubehör, Koffer, Musik, Elektrogeräte etc. gibt. Am besten lässt es sich mit dem amerikanischen Target vergleichen. Dort hab ich ein paar Kleinigkeiten eingekauft und mir erstmal einen Überblick verschafft. Am tollsten sind die endlosen Käseregale! :-)
Am Nachmittag bin ich dann endlich mal zur Uni gefahren. Zunächst hab ich mir den Campus angeschaut. Es ist eine recht kleine Uni mit vielen nicht sehr großen Gebäuden, aber alles dicht beieinander, so wie die Anika das mag :-)
Mein erster Weg führte mich jedoch zum ERASMUS-Büro, um mich anzumelden. Dort hab ich erfahren, dass es am 8. Oktober ein Zusammentreffen von allen ERASMUS-Studenten geben wird - immerhin ;-) Und am Montag soll ich um 11 hinkommen, um mich einzuschreiben und den ganzen Orga-Kram zu machen. Dies hat mich etwas durcheinandergebracht: Luise hatte von einem Treffen der internationalen Studenten am Freitag erzählt. Aber das war nur ein Missverständnis; auch sie wird sich am Freitag lediglich einschreiben, es wird in Etappen gemacht, weil die Räume wohl nicht groß genug sind oder was auch immer. Ich finde es schade... ich hab gehofft, dass ich am Freitag endlich mal Leute kennenlern, mit denen ich dann vielleicht schon am Wochenende was zusammen machen kann! Naja, ich glaube ich werde einfach mit Luise mitgehen, die werden mich ja nicht rausschmeißen.
Die nächsten Tage sind also noch immer frei, aber sie rückt näher, die Uni.
Üebrmorgen kommt auch meine zweite Mitbewohnerin, aus Tschechien, an, und ich denke dass wir sicher auch alle 3 mal was zusammen unternehmen werden!
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