Montag, 25. Januar 2010

Tour de Provence

Sechs Tage lang haben Luise und ich 4 1/2 Städte in Südfrankreich (größtenteils in der Provence) bereist. Mit Rucksack und Wanderschuhen bepackt hatten wir eine unerwartet abwechslungsreiche Zeit und viel Spaß! Züge haben uns von Stadt zu Stadt gebracht und in Hostels (Jugendherbergen) haben wir übernachtet.In jeder Stadt haben wir viel gesehen und das jeweilige Flair auf uns wirken lassen. Wir sind jedoch nicht von einer zur anderen Sehenswürdigkeit gehetzt, sondern haben das ganze entspannt angehen lassen. Unsere Ähnlichkeit in Sachen Ausdauer, Abenteuerlust, Unkompliziertheit, Flexibilität etc. haben dazu beigetragen, dass wir eine wunderschöne Reise zusammen hatten!

Von den Unmengen an Fotos muss ich jetzt versuchen, die schönsten auszusuchen - was mir sehr schwer fallen wird! Ich entschuldige mich jetzt schon für die hohe Anzahl ;-)

Teil 1: Römer und Päpste

Los ging es am Dienstag in Nîmes. Diese Stadt war früher eine römische Kolonie, und noch heute ist der Einfluss der Römer überall sichtbar.
Deshalb war unser erster Stopp der Besuch einer alten Arena.Sie ist etwa zweitausend Jahre alt und die besterhaltenste ihrer Art. Früher fanden hier Gladiatorenkämpfe statt, heute werden im Sommer Stierkämpfe ausgetragen.

Desweiteren gab es einen alten römischen Tempel...
... und ein Stadttor aus der gleichen Zeit.

Außerdem sind wir durch die Innenstadt geschlendert. Ähnlich wie Perpignan besteht sie aus kleinen Gassen, gesäumt von farbigen Häusern mit Fensterläden - wie überall in Südfrankreich.
Daneben gab es viele kleine Plätze mit Cafés - sehr gemütlich!
Zwischendurch mussten wir uns mal mit einer Flasche "Früchtetee" aufwärmen! :-)












Zum Abschluss haben wir noch einen Aussichtsturm erklommen und konnten über die Dächer der Stadt blicken.

Und dann ging es auch gleich noch weiter - nach Avignon.
Die Jugendherberge, in der wir Platz für eine Nacht gefunden hatten, befand sich auf einer kleinen Insel im Fluss Rhône, von wo aus wir einen tollen Blick über die Stadt hatten.
Um einen ersten Eindruck der (beleuchteten) Stadt zu bekommen, sind wir gleich abends nochmal losgezogen.

Am nächsten Tag hat es leider ab und zu geregnet, was uns allerdings von nichts abgehalten hat!
Avignon ist stark vom Mittelalter geprägt.
Der imposante Papstpalast (im 14. Jhd. gab es 7 Päpste in Avignon statt in Rom) und die vollständige Stadtmauer sind Zeugen davon.Blumen im Januar!

Bei dem Blick über die Rhône (leider ohne Fernsicht) fühlten wir uns sehr an Dresden und das Elbtal erinnert. Im Sommer, wenn alles grün und sonnig ist, ist das sicher noch viel schöner.
Tja, und das Bekannteste der Stadt - neben den Päpsten - ist sicherlich die Pont d'Avignon. Diese, im 14. Jhd. errichtet, überspannte einmal den Fluss. Nach mehreren Hochwassern wurde sie im 17. Jhd. jedoch nicht mehr aufgebaut, und ragt bis heute einfach bis mitten in die Rhône hinein.

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