Montag, 20. Juli 2009

Wanderwochenende in den Bergen

... sollte es werden.
Doch das schlechte Wetter brachte unsere eigentlich 3-tägige Hüttentour im Kleinwalsertal (Allgäu) zu einem vorzeitigen Ende.

Am Freitag früh machten wir (Mutti, Vati und ich zusammen mit anderen DAV-Mitgliedern aus Plauen) uns auf den Weg in die Alpen. Mal wieder schön wandern und übernachten auf Berghütten, für mich zum ersten mal, stand auf dem Programm! Doch es kam vieles anders als erwartet.

Erste Überraschung: Unsere erste Hütte war garnicht oben in den Bergen, sondern stand im Tal (und verdiente meiner Meinung nach die Bezeichnung "Hütte" garnicht!).
Und so stand am Freitag auch kein Aufstieg zur Hütte an, sondern eine "normale" Tagestour, bei der man abends wieder ins Tal zurückkehrt, wie in eine Ferienwohnung.

Als wir mittags angekommen sind, hat die Sonne noch geschienen. Doch als wir dann endlich loskamen, hat es bereits geregnet :-( Doch davon haben wir uns nicht beirren lassen (noch nicht) und sind zu unserer Tour aufgebrochen. Bei durchwachsenem Wetter hatten wir eine trotzdem sehr schöne Wanderung auf den Hohen Ifen.
Die erste halbe Stunde hat es nur geregnet.
Aber wir haben uns den Spaß nicht verderben lassen.
Auch wenn wir manchmal von Meeren umgeben waren: Wir sahen vor uns ein Nebelmeer und hinter uns garnichts mehr! ;-)
Doch ab und an klarte es auch etwas (!) auf, ging schon.
Der Weg wurde teilweise ein Klettersteig, das hat Spaß gemacht.
Und wir haben es fröhlich bis zum Gipfelkreuz geschafft!
Nur die Sicht... hm... wie gesagt, Meer und so...

Auch beim Abstieg mussten wir wieder etwas kraxeln und waren um 7 wieder unten gewesen. Eine schöne Tour zum Einwandern! (Dass es ebenso die Tour zum "Auswandern" war, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.)
Daaa oben waren wir!
Und bissl Dreck haben wir auch mitgebracht ;-)

Nach dem Abendessen stand meine erste Übernachtung in einer Hütte an! :-) Auch wenn sie nicht oben auf dem Berg stand, so hatte sie doch die typischen Lager, sprich 10 "Betten" in einem Zimmer.
Auf (für Hüttenverhältnisse) konfortablen 90 cm Breite hab ich die Nacht gut geschlafen, und es war lustig, früh neben fremden Männdern aufzuwachen ;-)

Als wir am Sa frühstückten, hatte es bereits 14 Std am Stück geregnet. Ach ja, und geschneit hat es auch, auf weit unter 2000 m!
So musste Kriegsrat gehalten werden, und es wurde beschlossen, dass es nichts bringt, bei dem strömenden Regen (man fragt sich, wo das ganze Wasser herkam!) auf die nächste Hütte zu wandern, noch dazu man bei dem Schnee wirklich nichts riskieren sollte.

Irgendwie fühlte ich mich stark an letzten September erinnert:
Statt auf den Berg hat es uns ins Tal gezogen, und wir haben noch eine wirklich imposante Klamm besucht. Nachdem wir dann komplett nass waren, stand leider fest: Es bringt nix, wir fahren wieder heim.

Wir haben noch einen Zwischenstopp in Erlangen eingelegt, wo wir uns kurzfrisitg bei Anne zum Kaffeetrinken eingeladen haben, und waren Sa abend wieder zu Hause.

War alles bissl anders als geplant - aber wer kann schon was für das Wetter.
Ende August wollen wir es vllt. nochmal in Angriff nehmen (diesmal nur wir, und mit "richtigen" Hütten auf den Bergen!), mal schauen ob das klappt.

Ich bin mittlerweile wieder in Chemnitz und stürze mich jetzt auf meine Hausarbeiten.

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